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Breakdown (1997)
Eine Kritik von edraymond (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 06.05.2005, seitdem 430 Mal gelesen
Kurt Russell, der ja seit geraumer Zeit mit Kassenflops („Crime is King“, „Dark Blue“) zu kämpfen hat, gehört zwar schon zum „alten Eisen“ in Hollywood, Leinwandpräsens hat der Mann jedoch allemal. In „Breakdown“ zeigt er sein ganzes Können und brilliert in dem von T3-Regisseur Jonathan Mostow inszenierten Actionthriller als verzweifelter Ehemann ebenso wie der mittlerweile verstorbene J.T. Walsh.
Die Story, die Atmosphäre, irgendwie erinnert hier vieles an Hitchcock. Das Ehepaar Jeff und Amy hat mitten in der Wüste eine Panne, ein Trucker bietet Hilfe an und nimmt Amy mit zur nächsten Rastplatz. Als Jeff den Wagen selbst repariert und am abgemachten Treffpunkt auftaucht, will niemand seine Frau gesehen haben. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Was von nun an passiert, ist an Spannung kaum zu überbieten. Immer neue Wendungen und die sehr lange Ungewissheit, die der Zuschauer mit dem Hauptcharakter teilt, sorgen für Nervenkitzel, wie er besser nicht sein könnte. Dafür sorgt auch die perfekte Wüstenkulisse, die eine nervenaufreibende Atmosphäre schafft und die den Zuschauer in seinen Bann zieht. Perfektes Spannungskino ohne unnötige Gewaltszenen.
In den letzten 10 Minuten wird dann noch mal voll auf Action gesetzt. Eine fulminante Verfolgungsjagd, die auf einer Brücke endet, mit Carstunts und Explosionen runden den Film toll ab. Mostow gelang eine perfekte Mischung aus Spannungs- und Action-Elementen, die über den Film perfekt verteilt wurden.
Die Darsteller können bei „Breakdown“ durchweg glänzen. Kurt Russell und J.T. Walsh liefern sich ein brillantes Psycho-Duell und können voll überzeugen. Die Inszenierung von Mostow ist ebenso lobenswert, tolle Kamerafahrten und die passende Musik machen einen sehr guten Eindruck. Die interessanten Drehorte geben dem Film noch das gewisse „Etwas“ und helfen, die Spannung immer mehr aufzubauen.
Fazit:
Unglaublich spannender Thriller mit einem glaubhaften Kurt Russell. Die Action bleibt im Hintergrund und taucht nur am Ende auf, die Oberhand behält eindeutig die Spannung, die kaum zu überbieten ist. Atmosphäre, Optik, Inszenierung – hier stimmt alles.
Hochverdiente 9 von 10.
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