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Breakdown (1997)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 08.12.2002, seitdem 849 Mal gelesen


Eine karge Wüstenlandschaft und mittendrin das Ehepaar Taylor mit ihrem brandneuen Wagen, der urplötzlich in der staubigen Einöde den Geist aufgibt. Ein vorbeikommender Trucker bietet seine Hilfe an und fährt Amy zur nächsten Raststätte während Jeff beim Auto bleibt. Er kriegt den Wagen nach einer Weile wieder in Gang und fährt schnell zum besagten Drive-In, wo Amy bereits warten sollte. Doch dort angekommen muss Jeff feststellen, dass von seiner Frau jede Spur fehlt.

Nach mehreren seltsamen Zufällen zuvor ist nun der Höhepunkt erreicht und der Zuschauer steckt mit Jeff mitten im Geschehen. Nervenzerfetzende Verzweiflung macht sich breit, denn hier scheint eine Verschwörung in Gange zu sein. Aufgewühlt und verwirrt zugleich fährt Jeff zunächst einfach durch die Gegend und hat Erfolg damit, denn er sichtet den Truck, der Amy mitgenommen hat. Doch der vorhin noch hilfsbereite Fahrer will von seiner Frau nun nichts wissen und behauptet, sie noch nie gesehen zu haben. Die Angst in Jeff wird immer größer genauso wie die Gewissheit, dass die ganze Sache gewaltig stinkt.

Das Interessante ist, dass der Zuschauer sich in diese Situation hineinversetzen und die Panik miterleben kann. Was würde man selber tun? Diese Frage nicht wirklich beantwortend fiebert man dem Plot nach und ist vor Spannung an die Leinwand beziehungsweise den Bildschirm gefesselt. Größtenteils gelingt es auch, die Frage nach dem "Wie geht es nun weiter?" aufrecht zu erhalten. Die Handlung ist gar nicht mal so einfallsreich, aber spannend allemal.
Auf Action konzentrierte man sich nicht so sehr; ganz vernachlässigt wurde sie aber auch nicht. Etwas weniger auffallend, aber doch gut eingefangen sind die Bilder der öden Wüstenlocation, die viel Leere symbolisieren, vor der Jeff ja mehrmals steht. Vereinzelt wurden im Geschehen sogar auch ausgefallene Kamerawinkel verwendet. Die Protagonisten überzeugen auf gesamter Strecke. Allen voran Kurt Russel, der Jeff eine absolut glaubwürdige Menschlichkeit einhaucht. Das Verhalten in seiner verzweifelten Situation ist gut nachzuvollziehen. Auch der leider schon verstorbene J.T. Walsh zeigt mit dem Trucker Red Barr noch einmal Höchstform. Hervorragend ist das Spiel zwischen dem Kriminellen und dem scheinbar ganz normalem Familienvater, der in dem Fall allerdings ungeheuerlich viel Dreck auf seiner weißen Weste vorzuweisen hat. Seine Partner sind allerdings Figuren, die einen klischeehaften Eindruck erwecken, gerade was den schnurbärtigen Typen im Cowboyverschnitt angeht.

Fazit: Rundum gelungener und spannender Thriller mit einem sehr menschlichen Kurt Russel und einer netten Portion Action. Hier gilt vorzugsweise: Mittendrin statt nur dabei.


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