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Doghouse (2009)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.12.2009, seitdem 686 Mal gelesen


Das gibt es nur in England...19.12.2009

Undenkbar im Rest der Welt, möglich aber auf der Insel - eine wunderbare Mixtur aus Splatter und Humor mit deutlichen Anleihen bei Shaun of the Dead. Hier jedoch sind es keine Zombies, die auf eine ahnungslose Gruppe losgelassen werden, sondern durch ein militärisches Experiment zweifelhafter Natur infizierte Frauen, die eigentlich nur das tun, was Frauen halt den lieben langen Tag so machen...essen, feiern, Sachen an- und ausziehen...und Männer morden.  Das haben sich Vince, Neil und die anderen fünf Herren natürlich anders ausgerechnet, als sie, um Vinces häßliche Scheidung vergessen zu machen, einfach mal so in die tiefste Provinz fahren, nach Moodley. Denn dort, so hat man erkundet, gibt es einen Frauenüberschuß im Verhältnis von 4:1.

Das stimmt so nicht, ist doch der Frauenüberschuß ganz gewaltig gestiegen - dumm nur, daß die Damen so gar nicht mehr hübsch anzusehen sind und zudem einen gewaltigen Hunger auf Männerfleisch haben. Buchstäblich. Und so muß man sich nun verteidigen, mit den vorhandenen Mitteln, nicht vorhandenen Waffen und Sportsgeist. Natürlich werden das nicht alle beteiligten Männer überleben, aber der Film ist auch nicht darauf aus, uns ein handfestes und ernstes Splatterfest wie beispielsweise das Remake zu Dawn of the Dead zu zeigen. Nein, es geht durchaus humorig zu, wenn sich die Männer in vermeintlich auswegloser Situation zusammenreißen und das beste aus dem Ausflug machen.

Hier und da ist es dann auch blutig, aber nicht allzu plakativ, es wird nicht in Eingeweiden gematscht, wie man es vom Genre kennt. Denn Obacht - auch wenn sie so aussehen, die Damen sind keine Zombies, und man braucht auch keine besonderen Mittel, um sie außer Gefecht zu setzen. Ein Rock kann da schon genügen...dennoch geht es spannend zu, man fiebert mit der Bande Mid-Age-Guys mit, die doch einfach nur ein schönes Wochenende haben wollten, um mal die daheim nervenden Mädels zu vergessen. Regie und Drehbuch setzen mehr auf Dialogwitz als auf Blut, vergessen dabei aber den Spannungsfaden nicht und liefern am Ende eine wunderschöne Idee - die On-Off-Fernbedienung für die Damenwelt. Insgesamt ein gestreckter, aber straff erzählter Witz, dessen ernste Seiten eher in den Hintergrund geraten - 8/10.


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