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Es war einmal in Amerika (1984)

Eine Kritik von bigtrouble (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 23.07.2007, seitdem 413 Mal gelesen


  Wenn Morricones  melancholische Panflöten Musik erklingt erinnert man sich sofort an die Kinderbande aus Leones Amerika Film. Diese Szenen mit dem aufwachsenden Noodles und seinen Freunden ist auch das Beste in Leones Amerika Film. Dieser Film ist großartig, er ist von einem großartigen Regisseur mit großartiger Musik und großartigen Schauspieler. Doch er hat leider Schwächen. Eine Schwäche ist einfach die Länge des Films. Für die Geschichte die Leone erzählt dauert der Film einfach zu lang. Gut die Bilder sind wunderschön und man kann sich nicht sattsehen daran. Nach den Kindheits Szenen dauert  es aber  einfach zu lange bis zum Schluss. Vielleicht hätte Leone 2 Filme daraus machen sollen. Wenn man mich fragt was ich lieber anschaue einen der Paten Filme von Coppola oder Es war einmal in Amerika. So würde ich immer den Paten nehmen. Der Pate (alle 3 !) wirkt perfekter, in sich abgeschlossen. Bei „Es war einmal in Amerika" ist man am Ende verwirrt, und man fragt sich ob nicht doch alles nur ein Traum von Noodles war . Frauen scheinen in Leones Film nur gefällige Gespielinnen zu sein.  Bezeichnend auch die Vergewaltigungsszene mit Noodles, einerseits beim Überfall als auch bei seiner großen Liebe. Mögen Vergewaltigungen bei Gangstern durchaus üblich sein, so wirken beide Szenen trotzdem deplatziert .Und vor allem die Vergewaltigung seiner Liebe macht aus Noodles einen unsympathischen Charakter. Auch ist der Verrat so nicht ganz einsichtig. Dazu gibt es noch einige Nebenhandlungen mit Gewerkschaft und korrupten Polizisten auf die aber nicht allzu genau eingegangen wird. So als ob der Regisseur nun alles Mögliche aus dem Gangsterleben der 30er Jahre erzählen wollte. Es scheint als ob Leone mit aller Gewalt ein Meisterwerk schaffen wollte. Ganz ist es ihm aus meiner Sicht nicht geglückt. Ein Zweitteiler oder eine straffere Handlung wären besser. Das Ende ist leider unbefriedigend und verursacht Rätselraten.  Trotzdem durch die hervorragenden  Szenen mit den Kindern und Morricones Panflöte und durch einfach eindrucksvolle wunderbare Bilder bleibt dieser Film einmalig.


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