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Devil's Tomb, The (2009)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 11.07.2010, seitdem 257 Mal gelesen
Als Schauspieler mag Jason Connery (Shang-Hai Noon, Merlin) einige Akzente gesetzt haben, er heimste sogar einen Oscar ein, doch als Regisseur taugt er nicht viel. Sein Debüt "Pandemic" wurde bisher nicht mal veröffentlicht und "The Devil´s Tomb" entpuppt sich schnell als unterdurchschnittlicher Horror. Er hatte es aber auch wirklich nicht leicht, denn bei den Vergleichen mit seinem Vater Sir Sean Connery zog er meist den kürzeren. Es mag am trashigen Drehbuch von Keith Kjornes (Broken, Surveillance) oder auch am sichtlich knappen Budget liegen, aber nach vielversprechendem Anfang geht "The Devil´s Tomb" immer mehr ad absurdum.
Durch ein starkes Erdbeben reißt der Funkkontakt zu einer unterirdischen Ausgrabungstätte mitten in der Wüste plötzlich ab. Man beauftragt den Kriegsveteranen Mack (Cuba Gooding Jr.) und dessen Truppe, einen gewissen Dr. Wesley (Ron Perlman) von dort zu evakuieren. Dabei ist auch Wesleys Tochter Dr. Elissa Cardell (Valerie Cruz). Doch in dem unterirdischen Bunker angekommen erwartet das Team um Mack jede Menge übel zugerichteter Leichen und eine böse Macht, welche die Menschen in seelenlose Zombies verwandelt. Nicht mal mit Kugeln ist diesen Biestern beizukommen und draußen tobt ein Sturm.
Noch während der Titelmelodie werden wir per Videotagebuch ein wenig über die Lage aufgeklärt und man muss fairerweise zugeben, dass dieser gelungene Auftakt die Erwartungen steigen lässt. Man ist als Zuschauer gespannt warum der Kontakt plötzlich abriss, das Erdbeben ist nicht der alleinige Grund, denn Wesley erzählt schon von unheimlichen Phänomenen. Kurz darauf lernen wir Mack und seine Truppe kennen, die sich schon nach zehn Minuten im Bunker befindet. Man ahnt schon, dass Elissa Cardell nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. So gilt es erstmal den Bunker zu infiltrieren, dabei finden sich blutverschmierte Wände und einige Leichen. Leider verlässt sich Connery zu sehr auf sein Können als Regisseur und lässt die Schleicherei durch die dunklen Gänge ausarten. Die Kulisse kann sich auch wirklich sehen lassen, ist aber viel zu klein geraten. So hält man sich oft sehr lange am selben Fleck auf und die ständigen Trennungen wirken unglaubwürdig. Da entfernt sich immer eine Einzelperson von der restlichen Truppe, so ist schon klar wer das nächste Opfer wird. Trotzdem bekommen wir es hier mit etwas neuartigem zu tun, die Story um einen gefallenen Engel der bei Gott in Ungande gefallen ist, kann jedoch kaum überzeugen. Vor allem da dieser in Stein eingeschlossene Engel eher wie ein "Roswell-Alien" aussieht.
Auf jeden Fall beginnt es mit Halluzinationen, geht weiter mit fiesen Hautausschlägen, bevor man sich in eine Art Zombie verwandelt. Und diese sind ziemlich hartnäckig, selbst ein Kopfschuss hat kaum Wirkung. So muss man sich mit einigen dieser Kreaturen herumschlagen, die Truppe wird nach dem zehn Negerlein Prinzip dezimiert und verwandelt sich selbst in ein Monstrum. Erinnerungen an Carpenters "Fürsten der Finsternis" werden wach, denn die Zombies spucken ihren Opfern hier auch eine Art Blutschleim in den Mund. Neben diverser Ekeleffekte gibt es einige blutige Einschüsse, einen wirklich fiesen Armbruch und auch die Masken sehen hübsch gruselig aus. Einige CGI-Effekte trüben jedoch das Gesamtbild und die ständige Hetzjagd durch den zu klein geratenen Bunker ödet schnell an. Auch sind spannende Sequenzen rar und die Story wird immer blöder. Man nehme nur mal die eigentlich Funktion von Elissa Cardell. Die Charaktere kommen größtenteils aus der Klischeetüte und interessieren den Zuschauer nicht die Bohne, nur Macks traurige Vergangenheit wertet das Ganze ein wenig auf. Trotzdem liefert Cuba Gooding Jr. (Wrong Turn at Tahoe, Rat Race) eine sehr blasse Vorstellung, Ron Perlman (Hellboy, Blade 2) hat kaum Screentime und hat ebenfalls schon bessere Tage erlebt. Auch in der restlichen Riege sind einige bekannte Namen zu finden, doch Niemand reißt sich hier ein Bein aus.
Es sind gute Ansätze vorhanden, doch der anfänglich interessante Plot wird immer dämlicher. Die Darsteller scheinen kaum motiviert gewesen zu sein und nicht jeder Goreeffekt hat eine gute Qualität. Was temporeich beginnt, wird immer schnarchiger, richtig spannend will "The Devil´s Tomb" auch nicht werden.
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