|
 |

Ansicht eines Reviews
Ich spuck auf dein Grab (1978)
Eine Kritik von purgatorio (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 14.02.2012, seitdem 204 Mal gelesen
ich spuck auf dein Grab (1978)
Ein wenig hin und hergerissen bin ich schon. Prinzipiell ist's kein "schlechter" Film, der recht dreckige Atmosphäre mit recht wenigen Mitteln aufzubauen vermag, obwohl ich das alles etwas nachhaltiger erwartet hätte. Aber die zweite Hälfte ist spürbar zu kurz. Die Jungs hätten ruhig herber abtreten können, schon nur aus Gründen der Fairness.
Eher fragwürdig finde ich, dass die gute Jennifer zu zweien ihrer vier Peiniger ein weiteres Mal freiwillig (!) sexuellen Kontakt aufnahm, wodurch sie wie von selbst die stereotype Vermutung bestätigte, die zu ihrer Vergewaltigung führte. Sie sei eine Großstadthure, leicht zu haben und unersättlich. Ein recht kritischer Punkt, möchte ich meinen. Ebenfalls stößt es mir sehr sauer auf, dass die Kamera sich an der Nacktheit der Hauptdarstellerin zu ergötzen scheint und regelrecht lüstern ihren Körper einfängt, während der Blick auf die Nacktheit der rohen Bestie 'Mann' hier konsequent gescheut wird. Das desavouiert den suggerierten Kern des Films und formt eher das Bild eines maskulinen Blicks auf die Frau, der über jeden Zweifel erhaben ist und sich auch mit Gewalt nehmen kann, was er will. Der Revenge-Part wird somit zum Pflichtprogramm der political-correctness degradiert. Dies sei aber nur angemerkt.
Ansonsten handelt es sich um einen intensiven Film, der es dem Betrachter nicht leicht macht. Höchst unangenehme Sache,
                                          kommt mit 7/10 Punkten ganz gut weg
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von purgatorio
Zurück
 |
 |
|