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Fight Club (1999)

Eine Kritik von Terrorgurke (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 10.09.2001, seitdem 935 Mal gelesen


Der Film ist intelligent, unterhaltsam, hat tolle Musik, tolle Schauspieler und überzeugt durch die authentische Umgebung. Mir fällt als Vergleich nur "American Psycho" ein, denn der Film schafft dasselbe!
Also: Brad Pitt als Tyler Durden, der im gewissen Maße den modernen Mephisto gibt. Als charimatischer,verlebter Kleinkrimineller erwischt er Edward Norton( mit Faust gleichzusetzen) in der schlimmsten Phase seines Lebens. Der ist frustriert und sein ganzes Leben kotzt ihn an. Wie wir im Laufe des Films erfahren, hatte er ein schlechtes Elternhaus und war auch sonst immer von der Gesellschaft abhängig: sein Leben war schon immer auf die Beamtenschiene ausgerichtet, was anderes hätte er als schüchternes 30jähriges "Milchgesicht"( wie er sich selbstbeschreibt) auch nicht werden können. In dieser Situation trifft er Tyler Durden, der natürlich solche Leute kennt und ihn an seinem wunden Punkt trifft: Erst sprengt er seine Bude in die Luft und läßt ihn dann bei sich wohnen. Was dann folgt ist nur noch der Weg nach unten für den Erzähler. Sie gründen den "Fight Club", in seinen Ausmaßen die perfekte Kritik, wie leicht sich Massen kontrollieren lassen. Man muß nur wissen, was die Massen wollen. Brad Pitt überzeugt als moderner "Führer" und auch Edward Norton als gestreßtes Muttersöhnchen paßt perfekt in seine Rolle. Das Werk läßt sich leicht als Meisterwerk bezeichnen, denn das Ende und der gesamte Verlauf beinhalten Kritik an der heutigen Zeit:
1) Wir schwimmen mit dem Strom und halten uns an die gängige Mode( Nortons Hang zu Ikeamöbeln etc...)
2) Mitläufertum und wie weit heute ein Vakuum an Charakterstärke und Individualismus besteht (Pitt als Anführer und die ganze Welt folgt dem "Fight Club")
3) Niemand fragt nach dem Sinn des Fight Clubs, niemand spricht dagegen, klingt wie die Situation im 3.Reich. Edward Nortons namenloser Erzähler ist bloß eine Metapher, denn er könnte die ganze Menschheit symbolisieren, der typische Durchschnittsbürger also.
4) Die Welt ist heutzutage nur noch ein Vakuum, aufgebaut auf der Scheinwelt, der sich alle hingeben:
Doch diese Scheinwelt bröckelt, am Ende des Films explodieren die Häuserblocks und die Welt ist ohne Luxus wieder auf einzelne Stärken und Schwächen des Menschen angewiesen.

Toller Film, hat für mich dieselbe Wirkung wie "Schindlers Liste", die Kritik ist dieselbe. Ein hypnotischer Horrortrip in die Abgründe des Menschen, mit toller Scoremusik unterlegt, allein der Anfang des Films ist schon nur geil.
Satirische Kritik mit viel Action und hohem Unterhalungswert, wo hab ich das schon mal gehört....AHHHh
Genau, bei "American psycho".........

10/10 Punkten für das Meisterwerk........


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