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Avalon - Spiel um dein Leben (2001)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 22.01.2010, seitdem 255 Mal gelesen


Avalon ist einer jener virtual Reality Filme, die es im Anschluß an Matrix eine zeitlang im dutzend billiger gab. So entstand wohl auch dieser Film, kurioserweiser eine japanisch polnische Koproduktion, rund um die zentrale Heldin Ash, deren Hauptzeitverteib und -Einnahmequelle jenes Spiel Avalon ist. Der Spielname sollte dabei eigentlich eher Counterstrike reloaded oder ähnlich heißen, da es dabei nur um profane Ballerei geht und nicht um die Artussage wie der Name eigentlich nahelegen würde. Als erstes fällt im Film der standige braun/grau Farbfilter auf der, bis auf 10 Minuten im Finale, sich konsequent durch die gesamte Handlung zieht. Die Optik und der Sound sind dabei noch das beste am Film. Die Action bzw. Kampfszenen sind durchaus spektakulär dargestellt mit guten CGI Kämpfen gegen das Spiel untermalt mit wuchtiger Geräuschkulisse, leider sind solche Szenen deutlich in der Minderheit. Mehr Setups von dieser Sorte und weniger dröge Füllszenen und Avalon hätte das Zeug zum echten Renner. In der Zeit in der Ash nicht gegen Kampfhubschrauber, Panzer oder Zitadellen kämpft passiert nämlich so gut wie gar nischt. In die Länge gezogenen gefilmte Nichtigkeiten, lassen den Zuseher immer mal wieder Zeit ein wenig unfreiwilliges Powernapping zu betreiben. Erschwerend kommt hinzu das die Erzählstruktur von Regisseur Mamoru Oshii höchstgradig verworren und unnötig kompliziert ist, ein strafferes Timing und kürzere Laufzeit hätten hier sicher nicht geschadet. Die Schauspieler bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm, Hauptdarstellerin Ash ist eigentlich eine unsympathische Eigenbrötlerziege, deren Schicksal mir ehrlich gesagt ziemlich rektal vorbeiging, Charaktere mit denen man mitfiebern kann hab ich jedenfalls keine gefunden, ob das jetzt drehbuchbedingt so war oder die Schauspieler es nicht besser konnten, keine Ahnung.
Avalon scheint mir so ein typischer love or hate Film zu sein, der zugegebenermaßen seine grafischen Höhepunkte hat, aber auch jede Menge Längen. Die ganze Chose ist mir zu langatmig inszeniert, zu konfus erzählt und zu lang. Wieso der Film ab 18 ist mir auch noch so ein Rätsel, da es den Streifen ja offensichtlich auch als FSK 12 Version gibt, die auch eher gerechtfertigt wäre, naja vielleicht liegts am mitgelieferten DVD Spiels. Mir hats net gefallen 3/10


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