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My Sassy Girl (2001)
Eine Kritik von SingWhenYou´reWinning (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 12.02.2009, seitdem 346 Mal gelesen
Ich habe mir den Fim aufgrund der sehr guten Kritiken ausgeliehen und mir war auch klar, dass ich mit einer etwas anderen Einstellung in die Asia-Film-Welt eintauchen muss.
Ich kann dem asiatischen Film viel abgewinnen , obwohl meine Tendenz eher im Asia-Bereich Horror-Grusel, Martial Arts und Action liegt.
Leider hat mich der Film enttäuscht. Mankos gibt es viele, obwohl ich es ersthaft versucht hatte, kam der Film ,übers seine gesamte Laufzeit, nicht an mich heran.
Positiv fand ich die Auswahl der Darsteller, welche mit Sicherheit ihrern Teil dazu beitragen haben, ihren Handlungen zu folgen, obwohl dem Drehbuch dann hier und da mal die Puste ausgeht. Das grundlegende Zusammenspiel des schüchternen, trotteligen , unterwürfigem Freund und seiner in allen Bereichen extremen und dominaten Freundin, gefällt.
Schade, dass der Film trotz seiner Lauflänge von knapp 140 Minuten, kaum Platz lässt für andere Charaktere hat.Das Augenmerk liegt ganz klar auf den beiden Hauptdarstellern ,ohne auch nur eine Spur abzuweichen.Und das Drehbuch schafft es nicht diese Zeit unbeschwert zu füllen.
Definitiv ist der Film zu lang geraten.An unötigen und langweiligen Szenen hätte man bestimmt ca 45 Minuten einsparen können.(z.B.Die ganzen Pseudo-realistierten-Drehbuchszenen).Oftmals verharren die Protagonisten zu lange an ihren Schauplätzen und dort passiert einfach nichts und noch nichtmal die Dialoge können überzeugen. Leider wird die Grenze zum Kitsch oftmals, wenn auch nur leicht, überschritten, welches dem Film etwas von seiner, eh nicht viel vorhandenen,Originalität, nimmt. Die Story weiß auch fast mit nichts zu überraschen, vieles ist typischer Schnulzenaufguss(die 10 regeln-Situation gegen Ende,die Eltern,welche einen nicht leiden können,ungewöhnliche Schauplätze für Liebesgeständnisse usw)
Anfänglich noch mit einer Prise Witz versehen, kommt dieser ab der Hälfte fast gar nicht mehr vor, was die Szenen noch langweiliger wirken lässt.
Das Ende hingegen ist wiederum sehr schön inszeniert und weiß dem Zuschauer zu gefallen.Welches aber auf gar keinen Fall so gelungen ist und von der Qualität her für die zu Hauf vorher vorkommenden Fettnäpfchen entschädigen könnte
Wer natürlich gleich von Anfang an hin und weg von den beiden ist, dem wird es wahrscheinlich egal sein, in welch langweiliger Szene diese gerade agieren, Hauptsache sie sind im Bild.
Fazit:
My Sassy Girl schafft es nicht über die 140 Minuten hinweg zu unterhalten, zuviele, zu lang ausgebaute Szenen gepaart mit schwachen Dialogen.Auf die Laufzeit und nicht richtig gewichtet verteilter, zu schwacher Humor.
Die Darsteller sind sehr gut, deren Figuren wachsen einem aber nicht wirklich ans Herz, außerdem erkennt man bei genaueren Hinsehen, die Oberflächigkeit der Charaktere.
Ganz sicher handelt es hierbei nicht um einen außergewöhnlich guten Liebesfilm. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, vom Gefühl her hinterlässt der Film in seiner Nachhaltigkeit, die Leichtigkeit und Kurzweiligkeit einer amerikanischen Durchschnittsromanze.
6 von 10 Punkten
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