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Give 'em Hell, Malone! (2009)

Eine Kritik von will-lee (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 28.04.2011, seitdem 251 Mal gelesen


Thomas Jane schlüpft nach dem Punisher wieder in die Rolle des harten Einzelkämpfers. In diesem Film gibt er die Rolle des Malone, einem ehemaligen Privatdetektiv, der nach der grausamen Ermordung seiner Familie in das Profikiller-Geschäft einsteigt. Der Film geht auch direkt zu Anfang in die Vollen und startet mit einem brutalen Shootout, an dessen Ende Malone einen geheimnisvollen Koffer entwendet. Er öffnet diesen, doch darin befindet sich nur ein Spielzeugblechelefant. Malone fühlt sich hintergangen und versucht die Auftraggeber ausfindig zu machen. Dabei gerät er immer tiefer in den Sumpf und legt sich mit mehreren Psychopathen an.
Der Film beginnt mit dem besagten Shootout eigentlich sehr stark und kann auch noch die nächste Stunde gut unterhalten. Leider flacht er dann extrem ab und die finale Auflösung ist dämlich, unlogisch und wirkt einfach nur konstruiert. Da kann auch leider Thomas Jane, dem die Rolle wie auf den Leib geschneidert scheint nichts herausreissen. Auch Ving Rhames weiß zu gefallen als eiskalter Schläger. Doch gibt es in der Riege der Darsteller auch viel Mittelmäßigkeit: Doug Hatchison als der Psychopath Matchstick, geht einem schon ziemlich schnell auf den Zeiger mit seiner btont höflichen Art, die schnell in Gewalt umschlägt. Das hat man schon besser gesehen, wenn man an seine Rolle in Punisher: Warzone als Loony denkt. Auch Gregory Harrison als Whitmore ist leider nicht so überzeugend und wirkt in seinen Szenen etwas teilnahmslos. Dafür kann Elsa Pataki als Femme Fatale aber durchaus überzeugen.
Nun gut, über diese Schwächen kann man ja auch hinwegsehen, wenn der Rest stimmt. Doch auch hier ist alles etwas durchwachsen. Der Look des Films ist richtig cool, keine Frage, doch das reicht eben nicht. Hätte man hier einen kompromisslosen Thriller inszeniert, wäre der Film wohl richtig gut geworden, doch leider hat sich Russel Mulcahy dazu hinreissen lassen das Geschehen durch etwas Humor auflockern zu wollen. Das geht in meinen Augen deutlich nach hinten los und nimmt dem Film die coolness, die einfach extentiell für diese Art ist. Auch diese bewusst konstruierte Geschichte mit dem, zwar leicht überraschenden, aber auch sehr dämlichen Ende trägt nicht gerade zu einem abschließenden positiven Eindruck bei.
Der Score ist auch nicht allzu erwähnenswert und reit sich nahtlos in die Mittelmäßigkeit ein.
Fazit: Netter Film mit einigen harten Shootouts, deplazierten Gags, konstruierter Story und durchwachsener Darstellerleistung. Knapp über dem Durschnitt durch den coolen Look.

6/10


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