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Kikis kleiner Lieferservice (1989)

Eine Kritik von Casshern (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 28.02.2006, seitdem 904 Mal gelesen


Spätestens seit 'Prinzessin Mononoke', 'Nausicaä' oder 'Chihiros Reise ins Zauberland' bin ich ein überzeugter Studio-Ghibli-Fan. Voller Vorfreuden habe ich mir also die Doppel DVD von 'Kikis kleiner Lieferservice' geholt.
Und leider kann ich jetzt kaum in Worte fassen, wie sehr ich von diesem Hayao Miyazaki FIlm enttäuscht bin.

Die Handlung ist in maximal ein oder zwei Sätzen erzählt:
Es geht um Kiki, eine kleine Hexe, die mit dem 13. Geburtstag in eine fremde Stadt aufbricht um dort ihre Hexenausbildung abzuschließen. Sie findet bei einer Bäckerin Unterkunft und richtet sich einen kleinen fliegenden Lieferservice ein, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Anfänglich hat sie Schwierigkeiten, sich einzuleben, doch mit der Zeit lernt sie das Leben in der Großstadt kennen und lieben...

Der Film beginnt mit der Einführung der Charaktere und der Schilderung der Rahmenhandlung. Soweit, so gut, da ich mehr auf Fantasy stehe, wenn es um Anime geht, hat mich der Anfang nicht sonderlich vom Hocker gerissen, aber wie sagt man so schön: "Was nicht ist, kann ja noch werden!".
Wie es so weitergeht, bemerkt der Zuschauer nach spätestens einer halben Stunde, dass der Film leider keinem richtigen Konzept folgt und eher planlos weiterläuft. Es wird einfach nur Kikis Alltag geschildert.
Im Film gibt es einfach keinen roten Faden, der die Spannung und da Interesse des Zuschauers aufrechthalten soll. Nebenplots (wenn von einem Mainplot überhaupt die Rede sein kann) gibt es nicht, auf andere Charaktere wird nur oberflächlich eingegangen und das Schlimmste: Es zeichnet sich einfach kein erkennebares Ende ab!
Ein unspektakuläres Ereignis gipfelt plötzlich in einem vermeintlichen Höhepunkt und ehe man sich versieht, ist der Film plötzlich aus.

Wer die neueren Ghibli-Werke kennt, der weiß, dass hinter jedem dieser Filme ein tieferer Sinn, ein Denkanstoß oder eine Botschaft steckt. Doch leider regt dieser Film weder zum Nachdenken an, noch ist er in irgendeiner Weise unterhaltend. Vielmehr plätschert er monoton vor sich hin und vermag allerhöchstens Kinder im Grundschulalter zum Lachen bringen.

Fazit: Leider ganz schwaches Werk von Hayao Miyazaki, das einem Vergleich mit Chihiro, Nausicaä oder auch dem Wandelnden Schloss nicht mal ansatzweise gerecht werden kann.

3/10


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