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Hügel der blutigen Augen (1977)

Eine Kritik von Soonor (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 27.06.2008, seitdem 316 Mal gelesen


Die Neuverfilmung von Alexandre Aja war mir zum Zeitpunkt der Sichtung dieses Films bereits bekannt, aber wie so oft – und im Horrorbereich eigentlich immer – sollte man sich ans Original halten. Während mir im Remake nur die Langeweile und derben Gewaltausbrüche auffielen, war es hier vor allem die bedrohliche Atmosphäre, welche sich durch den gesamten Film zieht. Man bekommt schon zu Beginn ein ungutes Gefühl wenn man ein indianerähnliches Wesen zu wabernden synthetischen Klängen um die Tankstelle rennen sieht, wo die Hauptpersonen dem Zuschauer vorgestellt werden. Der Score ist ziemlich fies, und ich hätte mir gewünscht dass man ihn auch im Mittelteil des Films verwendet hätte als es zur ersten Attacke kommt. Damit wäre diese noch ungemütlicher ausgefallen, als dies ohnehin der Fall war. Ansonsten lassen schon vorher Stimmen im Off erahnen dass der Familie eine unruhige Nacht bevorsteht.

Im 2. Teil des Films folgt dann der Widerstand gegen das vermeintlich besiegelte Schicksal, der Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Für Leute, welche diese Verfilmung zuerst sehen, dürfte es hier noch mal spannend werden.
 Die deutsche Synchronisation, in der aus den Mutanten warum auch immer Außerirdische gemacht wurden, hat mich nicht gestört da die Gesellschaftskritik trotzdem rüberkommt, und nicht so lächerlich wie im Remake dargestellt wird (der zunächst vom Pazifismus total überzeugte Schwiegersohn, der sich gegen Ende des Films zum Metzgermeister hocharbeitet). Allerdings ist die Kritik wegen des veränderten Hintergrunds ziemlich global ausgefallen und richtet sich nicht nur gegen bestimmte Werte wie in der englischen Version, sondern gleich gegen die menschliche Spezies. Egal, glaubwürdig war sie trotzdem, wenn auch ziemlich vereinfacht dargestellt, aber das ist ja auch ein Horrorfilm und kein Polit-Thriller mit Anspruch auf Authentizität.

Das Ende fand ich ziemlich abrupt, aber auch das macht Sinn, wobei ich mir noch einen Kommentar zum besseren Verständnis gewünscht hätte. Denn dass man unter Lebensgefahr selbst zum Monster werden kann, welches Leute umbringt um sich und Nahestehende zu verteidigen, ist eine reichlich banale Feststellung. Insofern hätte dem Film noch etwas mehr Tiefe gutgetan, und die Atmosphäre hätte keine Hänger wenn man einige Szenen zusätzlich mit dem verstörenden Score unterlegt hätte. Aber trotz dieser Mängel gefällt mir das Original weitaus besser als die Neuverfilmung, welche in meinen Augen – wie meistens – einfach überflüssig war, auch wenn die Mehrheit da wohl anderer Meinung ist, siehe das hiesige Ranking beider Filme. Horrorfans der alten Schule lassen sich aber von sowas nicht beeindrucken.

Von mir gibt’s solide 7 Punkte.


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