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Hügel der blutigen Augen (1977)

Eine Kritik von filmhund (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 31.08.2003, seitdem 424 Mal gelesen


Kritik zu "The Hills have Eyes" von Wes Craven

Gesehen habe ich die Originalversion und die alte deutsche Version von All

Die Familie Carter sucht sich den unpassendsten Weg in den California-Sunshine-Urlaub, nämlich durch militärisches Sperrgebiet, wo von atomaren Tests zuerst verseuchte, dann vom Militär verbannte, daher ziemlich angepisste Siff-Kannibalen hausen ("Warum hast Du mir keinen Hund mitgebracht?"). Die fackeln nicht lange: Während der Obermotz mit der geplatzten Nase von dem ungerechten Leben als Atom-Mutant sinniert, ferkeln sich die weniger Geistigen auf der Jagd nach Fleisch durch die Familie, bis kaum noch mehr was davon übrig bleibt. Als die Irren drohen, das kleine Baby schmackhaft zuzubereiten, gibt es für Paps kein Halten mehr. Mit Hilfe einer den "normalen" Menschen weniger feindlich gesinnten Jung-Mutantin setzt es Saures.
Wie schon "Last House on the Left", also auch hier: Sozialkritik und ein Plädoyer für die Menschlichkeit, verpackt in einem dreckigen, schmutzigen Terror-Filmchen, der es zu Kultstatus gebracht hat. Craven zeigt wieder einmal kein Bisschen Zurückhaltung: Wenn die Unberechenbaren Opfer der Moderne über ihr Jagdgut herfallen, dann geht das nicht Mann für Mann, sondern, dann müssen gleich mehrere dran glauben und die streiten sich nur noch drum, wer nun als erster das Töchterchen sauferkeln darf ... zu krass und direkt fürs Kino. Die deutsche Fassung ist für Sammler ein Grund zur Erektion, ist aber auch völlig sinnentstellt (Ausserirdische, wie?). Die Kürzungen sind nicht arg, und an eine gute Version ranzukommen ist sogar noch schwieriger, als an eine schlechte. Allzu blutig wirds ja nicht, aber dafür richtig gemein.
Dieser Film würde ihnen gefallen, wenn sie bei "Texas Chainsaw Massacre" nicht den Ton leisergestellt haben!

Fazit: der junge Craven, ohne Tabus, mit seinem ganz eigenen Stil (a la Bahnhofskino) : ich trauere dem nach - da bringt mich "Scream" jedesmal zum Weinen, ob der dargebotenen Ideenlosigkeit ...
Härtegrad: 6 von 10
Gesamteinschätzung: 6 von 10


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