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Petite mort, La (2009)

Eine Kritik von Logge1002 (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 05.04.2011, seitdem 459 Mal gelesen


Simon, dessen Freundin Nina und Dodo sind auf dem Weg in den Urlaub nach Mallorca. Auf dem Weg dorthin halten sie für einige Stunden in Frankfurt, da sie von dort am Abend weiterfliegen sollen. Um sich die Zeit etwas zuvertreiben, entschließen die drei in eine kleine Kneipe zu gehen und sich dort etwas auszuruhen. Doch Simons Gespür soll die drei in einen SM-Laden führen. Was für die drei zu einem Aufenthalt in der Hölle werden soll.

Oftmals wurde Marcel Walz’s Film mit Hostel verglichen, doch er hat einen entscheidenen Vorteil zu dem Werk von Eli Roth und zwar hält sich LPM nicht mit langer Vorgeschichte auf,sondern steigt nach nur wenigen Minuten richtig tief in eine sehr verstörende Geschichte ein. Bei Hostel muss der Zuschauer lange ertragen, wie drei Jugendliche nur Drogen, Sex und Spaß im Kopf haben, dadurch entwickelt man auch wenig Sympathie zu den Charakteren. Marcel Walz scheint diese Probleme entdeckt zu haben und macht es bei seinem Film viel besser. Das Paar um Simon und Nina, sowie deren Freundin Dodo sind viel natürlicher und haben vorallem auch einen gewissen Sympathiewert, welche den Zuschauer mitleiden lässt, bei den Sachen, welche ihnen zugefügt werden.

Die Schauspieler gehören wohl zu dem Besten, was die deutsche Amateurszene zu bieten hat. Von Andreas Pape über Manoush bis hin zu Magdalena Kalley und Thomas Kercmar. Die Cast setzt sich aus sehr professionell agierenden Leuten zusammen, welche den nötige Ernsthaftigkeit an den Tag legen. Besonders möchte ich hierbei Magdalena Kalley erwähnen, welche die verstörte und abhängige Angelique wirklich perfekt spielt und den Zuschauer ein wahres Grausen über den Rücken jagt. Aber auch Annika Strauß überzeugt als Sklavin von Maman.

Die Effekte, ja die Effekte, hier hat man sich nicht lumpen lassen und den deutschen Special Effekts Meister Olaf Ittenbach verpflichtet. Die Effekte sind sehr hart und mit hart meine ich wirklich sehr ernst und krank umgesetzt. Man darf hier zwar keinen übermässigen Blutfluss erwarten, jedoch würde dies in diesem Film auch alles andere als passend wirken. Da die wenigen Effekte die morbide Atmosphäre sehr gut unterstützen. Die Music von Michael Donner tut ihr übriges.

Fazit: Ein sehr gut gemachter, deutscher Amateurfilm, der anders als seine Verwandten weniger auf Spaß, als viel mehr auf eine kranke Atmosphäre setzt. Was ihn angenehm von den anderen Amateurfilm abhebt. Pflicht für jeden Fan des Amateurkinos!

Objektive Wertung: 6,5/10 Punkte

Meine Wertung: 9,5/10 Punkte


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