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Final Destination (2000)

Eine Kritik von Der Pate (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 29.11.2005, seitdem 483 Mal gelesen


Erscheinungen, Vorahnungen. Weisen sie auf wirkliche Ereignisse hin, oder sind sie nichts als Zufall? Regisseur James Wong präsentiert uns seine Version: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

Airport New York: Eine Schulklasse will nach Frankreich fliegen. Alex Browning (Devon Sawa) hat von Anfang an kein gutes Gefühl. Ständig beschleichen ihn Visionen einer bevorstehenden Katastrophe. Unmittelbar vor dem Start bekommt er einen Panikanfall, gerät in ein Handgemenge und wird zusammen mit einigen Mitschülern aus dem Flugzeug geschmissen. Kurz nach dem Start explodiert die Maschine. Bestürzt stellen die Überlebenden fest, dass Alex ihnen das Leben gerettet hat.
Aber damit fängt der Horror erst an. Scheinbar ist das Schicksal nicht damit einverstanden, dass diese sechs Leute nicht im Flugzeug getötet wurden. Und so beginnt nach einem klaren Schema die Dezimierung der Überlebenden. Verfolgt von seinen Visionen, versucht Alex dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen und seine Leidensgenossen zu warnen.

Hollywood ist die Kunst, Altbekanntes scheinbar neu zu erzählen. Genau nach diesem Prinzip funktioniert Final Destination. Eine Mixtur, die zwar nicht unbedingt neu ist, aber den Zuschauer glänzend unterhält und hochklassige Spannung bietet.
Kern dieses Films ist der spielerische Umgang mit dem "10 kleine Negerlein Prinzip". Der Zuschauer weiß recht schnell, dass die Überlebenden nach und nach das Zeitliche segnen werden. Nur wie und wann, das ist die Frage. Und genau daraus bezieht der Film seine Spannung: Dramatische Musik. Ein Opfer steht im Bad. Aus der Kloschüssel läuft bedrohlich Wasser auf ihn zu. Er rasiert sich! 8rutscht er aus und sich die Kehle auf?) – Aber er legt das Rasiermesser bei Seite und schaltet das Radio ein (Stromschlag?). Das Wasser läuft weiter auf ihn zu. Er zieht den Stecker und geht auf die Badewanne zu…

Es sind einfache Tricks mit denen es der Regisseur James Wong schafft, die Zuschauer in den Bann zu ziehen. Und immer gelingt es ihm, eine Überraschung aus dem Hut zu zaubern. Viele neue Beispiele aus der Kategorie "kreatives Sterben".
Glücklicherweise beschränkt sich "Final Destination" nicht auf das Abfeiern gruseliger Sequenzen, sondern bricht stellenweise die Spannung mit gut aufgelegtem Humor.
Die Darsteller mit Devon Sawa ("Die Killerhand"), Ali Larter (spielt auch im Nachfolger "Final Destination 2" mit), Kerr Smith ("The Forsaken") oder auch Sean William Scott ("American Pie", "Welcome to the Jungle") agieren in ihren jeweiligen mit einer absolut tollen Leistung. Nicht zu vergessen ist zudem auch der fantastische Cameo-Auftritt von Tony Todd ("Candyman", "The Rock"). Als Leichenbestatter offenbart er Alex, dass niemand geringerer als der Tod selbst dessen Gegenspieler ist. Zum Glück verzichtete James Wong darauf, den Tod als Figur einzuführen, denn so bleibt nur ein leiser Windhauch und die Gewissheit, dass bald wieder jemand stirbt.

Fazit: "Final Destination" ist ein erstklassiger, brutaler und hochspanneder Horror-Schocker das von James Wong ("The One") perfekt inszeniert wurde, bei dem man sich auch auf keinen Fall den noch härteren und fast gleichwertigen Nachfolger entgehen lassen sollte.


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