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Final Destination (2000)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 08.08.2002, seitdem 989 Mal gelesen


Dem Tod kann bekanntlich niemand entkommen. Aber was ist, wenn er für jeden Menschen einen Plan hat, indem genau bestimmt ist, wann das Leben einer Person erlischt? Und was passiert, wenn tatsächlich jemand es schafft diesen Plan zu durchkreuzen und dem Tod somit nochmal von der Schippe springt?
Durch dieses höchst interessante Thema ist "Final Destination" kein gewöhnlicher Teenie-Horror, denn in diesem etwas anderen Slasher gibt es keinen menschlichen Killer. Hier bekommt man es nämlich mit dem Tod höchstpersönlich zu tun.

Alex rettet einigen Mitschülern das Leben, indem er sie vor einem Flugzeugabsturz bewahrt. Doch danach erwischt es plötzlich auch seinen Freund. Im Glauben daran, dass dies kein Zufall sein kann, entdeckt er ein mögliches Prinzip des Todes, dass vorgeben könnte, wer als nächstes an der Reihe ist.
Man ist einer mysteriösen Kraft ausgeliefert und macht sich so Gedanken über Leben und Tod und ob nicht alles vorher bestimmt ist. Die Vorstellung über einen Todesplan für jeden Menschen ist sowohl sehr interessant, als auch angsteinflößend. Alex und seine Mitschüler, die auch nicht in dem Unglücksflugzeug saßen, philosophieren so mit der Angst im Nacken das ein oder andere Mal über das Leben.
Durch diese innovative Thematik ist der Film auf jedenfall sehr unterhaltsam und schafft es dem Zuschauer auch etwas Angst einzujagen, denn nach dem Anschauen wird sich wahrscheinlich jeder Gedanken über die Vorstellung, dass der Tod einen Plan für jeden Menschen haben könnte und das Leben schon in der nächsten Sekunde vorbei sein kann, machen. Der Handlungsverlauf gestaltet sich nicht unbedingt in üblicher Slashermanier, denn man kann hier ja vor keiner Person weglaufen. So versuchen die Teenies, das Prinzip des Todes zu verstehen und seine Pläne irgendwie zu vereiteln. Ob das gelingt, ist dann natürlich eine andere Frage.
Die Schlussszene ist nicht schlecht, aber diese Art einen Film zu beenden, hat man schon in einigen anderen Teenie-Horrorstreifen zu Gesicht bekommen.

Die Spannung wird eigentlich immer auf hohem Niveau gehalten. Langweilig wird es zu keinem Zeitpunkt, da der Tod desöfteren nicht nur Angst einjagen kann, sondern seine Arbeit auch verrichtet. Und zweitens weiß man auch nur sehr selten, wen der Sensenmann als nächstes holen wird. Der Überraschungseffekt sorgt somit besonders zum Ende hin für die nötige Spannung. Apropos Überraschungseffekt, es gibt nämlich eine Todesszene, die wirklich aus dem nichts kommt. Ich behaupte einfach mal, dass niemand dies vorhersehen kann. Da ist die Überraschung im Gegensatz zu vielen anderen Streifen, in denen sich der Schockmoment ankündigt, wirklich gelungen.

Im Darstellerbereich kann sich Devon Sawa, der die Hauptfigur Alex Browning verkörpert, natürlich aus der Teeniebesetzung heraus kristallisieren. Er ist das Gehirn der Gruppe. Interessante (philosophisch angehauchte) Dialoge über die "Plan-Thematik" kann man aber, besonders wenn man sich mal wieder streitet, von allen Akteuren hören. Insgesamt sind es doch gute schauspielerische Leistungen, die man zu sehen bekommt. Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass nach dem Flugzeugabsturz und anderen Todesfällen etwas wenig Tränen vergossen werden.

Fazit: "Final Destination" ist durch seine erfrischend abwechslungsreiche Thematik und den innovativen Storyelementen ein Muss im Teenie-Horror-Genre.

"Erst wenn man begriffen hat, wie schnell man abberufen werden kann und wie kostbar unser einmaliges Leben ist, fängt man zu leben an."


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