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Final Destination (2000)

Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 23.02.2004, seitdem 350 Mal gelesen


Eine dankbare Ergänzung zu allen 08/15-Teenieslashern stellt „Final Destination“ dar, in dem der Täter mal nicht aus Fleisch und Blut ist, sondern der Tod höchstpersönlich, der gestaltlos jedem auflauert, den er sich vorgenommen hat. Der Schüler Alex (Devon Sawa) ist einer von ihnen, doch er kann den Sensenmann austricksen und ist fortan damit beschäftigt, dessen Pläne zu durchkreuzen und seinem Ableben so zu entkommen.

Einigen, die bereits in der Eingangssequenz im Flugzeug dran glauben hätten sollen, gelingt dies nicht, sodass „Final Destiantion“ ein paar wirklich einfallsreiche und fiese Todesarten zu bieten hat, die auch die nötige Härte nicht vermissen lassen und manchmal echt überraschend kommen (Bus!). Dabei ist ein Augenzwinkern aufgrund der Überzogenheit vereinzelter Morde nicht zu übersehen, womit der Unterhaltungsfaktor inklusive eines zynischen Schlussgags weiter steigt.

Bei aller Selbstironie wird die ernste Seite nicht vernachlässigt, wofür sich die Thematik hervorragend eignet. Zahlreiche Gespräche über einen möglichen Plan des Todes, der sich irgendwelche Opfer herauspickt, die dann dem Untergang geweiht sind, regen zum Nachdenken an, ohne gewollt philosophisch oder oberflächlich zu wirken.

Schwäche ist jedoch eindeutig die etwas zufallsstrapazierte Entwicklung der Handlung, wobei vor allem die Erkenntnis von Alex gemeint ist, der völlig ohne Grund einem Totengräber seine eigentlich wirre Geschichte abkauft und immer nur durch Glück den nächsten Schritt des Gegners zu durchkreuzen scheint. Zumindest wird der Herkunft und den Gründen seiner Visionen kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Zum anderen wird die Story spätestens ab dem zweiten Durchlauf bei Kenntnis diverser Todesszenen etwas langweilig.

Die Darsteller agieren durchaus solide, wenn auch Sean William Scott etwas unterfordert wirkt und ich umso lieber etwas mehr Szenen mit ihm gesehen hätte, weil er hier mal einen ganz anderen Charakter als seinen „Stifler“ spielen darf. Der Rest bewegt sich auf gehobenem Teeniehorror-Niveau.
Insgesamt ein empfehlenswerter Genrevertreter, der vor allem bei Erstansicht mit ausgefallenen Todesarten und innovativer Handlung zu gefallen weiß.


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