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Iron Angels 3 (1989)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 20.03.2009, seitdem 337 Mal gelesen
Eisenengel zum dritten: Mit loser Verbindung zu den Vorgängern geht es auch in „Iron Angels 3“ um Verbrechensbekämpfung der handkantigen Sorte.
Ziel der Iron Angels ist dieses Mal eine internationale Verbrecherorganisation, die weltweit Attentate verübt und an einem streng geheimen Ort residiert. Jedoch gelingt es den Verbrechensbekämpfern tatsächlich eine Agentin einzuschleusen, welche den Platz einer ursprünglich angeheuerten Killerin einnimmt. Hier bricht „Iron Angels 3“ sogar mit einigen Erwartungen, da sich ausgerechnet das nervige Mauerblümchen im Zugabteil als toughe Agentin entpuppt, gerade wenn man die Figur vorher als Ausprägung des üblichen Hongkong-Humors abtun will.
Jedoch wird der Palast der Organisation schwer bewacht und es ist kaum möglich Botschaften herauszusenden. Deshalb macht sich der Rest der Angels fieberhaft daran die Undercoveragentin zu finden...
Im Grunde genommen unterscheidet sich auch „Iron Angels 3“ konzeptuell kaum von seinen Vorgängern: Dünne Geschichte, dafür reichlich auf die Moppe. Doch der dritte Teil der Actionreihe ist leider etwas schwächer umgesetzt als die ersten beiden Abenteuer der Eisenengel; gerade der Humor ist mäßig lustig und stört an einigen Stellen mit seiner Albernheit, da Witze über eine vermeintlich explosive Ananas und durchnässte Cops nicht so ganz in den Film passen wollen.
Zudem fällt die Geschichte noch einen Tacken schwächer als bei den Vorgängern und selbst die bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm in dem Bereich. Hier erzählt jedoch fast über die volle Lauflänge zwei Geschichten, die kaum miteinander verbunden sind: Die Geschichte der Agentin und die Ermittlungen der Kollegen, doch wirklich zusammen laufen sie erst am Ende des Films. Würde einer der beiden Handlungsstränge fehlen – es würde kaum auffallen. Das ist schade, denn in sich ist jede Plotlinie solide umgesetzt, macht durchaus Spaß.
Im Actionbereich kann man hingegen wenig mäkeln, es wird mal wieder mit Hand und Fuß ausgeteilt bis die Schwarte kracht. Die Choreographie kann sich sehen lassen, gelegentliche Drahtseileinlagen stören kaum und die Finalkämpfe sind ein würdiger Showdown. Zwischendrin sprechen auch die Waffen, was zu einigen harten, blutigen Shoot-Outs führt. Gerade das Massengefecht gegen Ende des Films ist hier ein kleines Highlight, trotz der etwas trashigen Idee, zwei der Heroen mit James Bond mäßigen Fluggeräten auf die Gegner loszulassen, was jedoch gar nicht in den sonst eher bodenständigen Film passt.
Gecastet wurde natürlich mal wieder vor allem im Hinblick auf kämpferisches Talent, schauspielerisch ist da weniger zu holen. Selbst die Leistungen der Hauptakteure, von der Undercoveragentin Moon Lee über den Helden Alex Fong bis zum seinem Comedic Sidekick, hat man schnell vergessen.
„Iron Angels 3“ ist ein solider Kloppstreifen für Freunde des Martial Arts Genres, denn die Kampf- und Ballerszenen sind ziemlich gut umgesetzt. Über den schlappen Plot und den eigenwilligen Humor sieht man dabei aber besser hinweg.
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