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Zombie Killer Vortex (2009)
Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 21.11.2009, seitdem 1449 Mal gelesen
Die Japaner haben´s im Allgemeinen ja mit Schulmädchen-Uniform und Cosplay, nur in Sachen Terror durch Zombies sind sie immer noch reichliche Grünschnäbel.
Weiß zwar nicht, wie der Vorgänger „Zombie Killer – Sexy as Hell“ war, aber sexy ist hier rein gar nichts, noch nicht einmal die Heldin im roten Bikini kommt richtig zur Geltung.
Das liegt hauptsächlich daran, dass man der Story genauso wenig folgen kann, wie den hektisch geschnittenen Kämpfen. Im Mittelpunkt stehen die Halbgeschwister Aya und Saki, die es mit Gegnerin Himiko aufnehmen, welche über eine große Macht (…) in einer Organisation (…) verfügt und zugleich Herrscherin über Zombies zu sein scheint, die seit vielen Jahren die Erde bevölkern. Nur wird Saki abtrünnig in dem Glauben, mit einem Blutritual ihre toten Eltern ins Leben zurückholen zu können…
Keine Ahnung, ob man den Vorgänger zwangsläufig kennen muss, um dieser Geschichte folgen zu können, doch das Wirrwarr um verschiedene Zugehörigkeiten und Intrigen ist innerhalb kürzester Zeit komplett.
Obgleich nicht allzu viele Figuren mitwirken, scheint es da doppelte Identitäten zu geben, darüber hinaus Verwandlungen und nicht zuletzt diverse Geheimnisse um verfluchtes Blut, - Details wird man nicht wirklich gewahr.
Ganz offenbar ist die Vorlage ein Manga, denn wie comicartig hier zu Werke gegangen wird, ist schon nicht mehr feierlich.
Besonders die Kämpfe mit Waffen (sprich: Das Abschlachten der Zombies) gerät völlig unübersichtlich und hektisch. Nach jedem Schwerthieb spritzt Computerblut auf die Kamera und bleibt eine Weile haften, während sich im Hintergrund weiter bewegt wird.
Die Kamera als solche ist zudem nicht selten total neben der Spur, wackelt und liefert mitunter viel zu dunkle Bilder, so dass man zwischenzeitlich kaum mehr etwas erkennt.
Dazu fügt sich der lieblose Score lückenlos ein, welcher aus minimalistischem Techno, billigen Gitarren-Riffs und seelenloser Pling-Plang-Rhythmik besteht.
Ganz nett ist noch der Versuch, die aus „Sin City“ bekannte Colorkey-Technik einzubinden.
So wirken die Landschaften fast so kontrastarm wie Schwarzweiß, lediglich die Farbe Rot wird hervorgehoben, was ab und an elegant aussieht, jedoch nicht kaschiert, wie trocken die Sache ansonsten vonstatten geht.
Im Grunde kämpfen sich nur Aya und so ein Typ durch Zombie-Massen, bis sie auf die Ultraböse treffen, die sich just mit einem Blut-Drink unsterblich machen will. Entsprechend kommt es zum Endkampf, in dem auch die abtrünnige Schwester wieder mitspielt.
Spannend gestaltet sich der jedoch schon aus dem Grunde nicht, da einem selbst die beiden Heldinnen, die die Kamera zu keiner Zeit aufreizend einzufangen weiß, in irgendeiner Weise sympathisch sind. Vielleicht wären sie es eher, wenn man, wie kurz innerhalb des Abspanns, ein paar Close Up-Einstellungen vorgenommen hätte, um überhaupt einen optischen Reiz auszusenden.
Zum Schlamassel passen letztlich noch die hölzernen Dialoge, die schwachen Darsteller und die mickrige Ausstattung der Kulissen, denn während der Showdown in einer Art Fabrik stattfindet, lässt sich selbige ohnehin kaum erkennen, so viele visuelle Verfremdungen kommen im letzten Drittel zusammen.
Wahrscheinlich muss man ein ausgemachter Fan von Mangas sein oder auf das Einbinden diverser Fantasy-Elemente stehen. Ansonsten bietet dieser billige Streifen nämlich überhaupt keinen Anlass zur Sichtung, - weder Blutgehalt, noch Erotik, von Atmosphäre wollen wir erst gar nicht reden, ergeben ein stimmiges Bild.
Dünne Story, zähe Ausarbeitung und ein Minimum an passabler Choreographie führen dazu, dass man nach rund 85 Minuten eher verärgert abschaltet, als sich über brauchbare Zombie-Action zu freuen.
2,5 von 10
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