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Gale Force - Die 10-Millionen-Dollar-Falle (2002)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 06.02.2012, seitdem 70 Mal gelesen
Acht Kandidaten einer TV Reality-Show werden auf eine abgelegene Insel geschickt, auf der 10 Millionen Dollar versteckt sind. Bald stellt sich heraus, dass sie nicht alleine sind. Auch eine Gruppe von gewissenlosen Verbrechern hat sich aufgemacht, die Millionen zu finden, koste es was es wolle. Während die Kandidaten versuchen den tödlichen Attacken zu trotzen, braut sich ein weitaus größeres Unheil zusammen: ein gewaltiger Hurrikan nimmt Kurs auf die Insel.
Was würden der Welt bloß für Trashnummern entgehen, wenn es Jim Wynorski und Phoenician Entertainment nicht gäbe? Diese Konstellation ermöglichte auch Gale Force, der es mit Treat Williams, Michael Dudikoff, Tim Thomerson und William Zabka auf eine solide B-Movie Besetzung bringt und besonders den All American Hero Dudikoff als skrupellosen Bösewicht zu besetzen ist schon beinahe innovativ. Kritikpunkte gibt es aber auch zuhauf und eigentlich sind es ja immer dieselben, das geht mal wieder beim Szenenklau aus anderen Filmen los (Predator, Last Action Hero), über ziemliche Klischeecharaktere weiter und gedreht wurde das ganze schätzungsweise in einem nahegelegenen Botanischen Garten, aber keinesfalls wirklich auf einer tropischen Insel, auch die Regeneffekte wurden überdeutlich und schlecht gemacht von einer Maschine erstellt.
Überdies spielt sich das ganze auch realtiv dröge ab, nach einer flotten (aber geklauten) Anfangssequenz rennen dann die 8 Gestalten über die Insel und zoffen sich aus nichtigsten Gründen, oder gehen sich generell einfach nur auf Sack. Warum man sich außerdem in Vierergruppen aufteilen soll, obwohl doch nur einer den vergrabenen 10 Mio Schatz ausgraben kann, hab ich auch nicht kapiert. Immerhin kommt ein wenig Leben in die Bude, als die als Jäger engagierten Marines landen, die aber statt den geplanten Farbpatronen lieber die scharfe Munition mitgebracht haben, denn welch Überraschung, auch sie haben es auf die Kohle abgesehen.
Und so laufen sie, und laufen sie und jagen sich ein wenig gegenseitig durch die klinisch reinen Buschkulissen, schlagen sich zwischendurch durch blöde Piratenverse die den Standort der Schatzkiste umschreiben und durch ziemlich schlechte Effekttricks. Streng genommen ist diese US Variation des Dschungelcamps ziemlicher Müll, aber irgendwie hatte ich meinen Spaß daran zu sehen wie Dudikoff Leute von hinten erschießt, oder sich die Darsteller aufrecht versuchen sich durch ihre blöden Dialoge zu schlagen, das hat schon was trashiges.
4/10
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