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Panic Room (2002)

Eine Kritik von b4zi (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 30.07.2005, seitdem 436 Mal gelesen


War die Vorschau schon ziemlich vielversprechend, so hat mich "Panic Room" letztendlich absolut enttäuscht.

Dabei ist die Story ja im Ansatz nicht mal schlecht, aber meiner Meinung nach total miserabel umgesetzt. Ich finde eher, dass sie zum Ende hin immer schwächer wird, als dass auf irgendeine Weise Spannung aufgebaut wird.
Die Hinführung des Films ist in Ordnung, aber ab dem Zeitpunkt, als die Einbrecher ins Haus marschieren und Mutter und Kind in den Geheimraum fliehen, sackt die Qualität ganz schön ab.

Von nun an ist die Situation nämlich Folgende: Mutter und Kind hocken im "Panic Room", die Einbrecher befinden sich draußen. Und das wars im Großen und Ganzen auch schon... Ich hatte beim Anschauen das Gefühl, dass man die meiste Zeit entweder die Mutter sieht, wie sie ihrer Tochter Mut zuspricht, oder die ziemlich planlosen Einbrecher, wie sie der Jodie (per Kamera) höchst amüsante Drohungen entgegenschleudern... Dass die "Gangster" solche Versager sind, trägt jedenfalls nicht zum Spannungsaufbau bei. Ich erwarte dann doch etwas tiefsinnigere Handlung als den ewigen, ermüdenden Streit zwischen den Einbrechern und ihr panisches Getue, man könnte sie erwischen (wobei sie dann ja auch extra viel Lärm machen...). Die Versuche, in den Geheimraum hinein zu gelangen, zeugen ebenfalls nicht gerade von Einfallsreichtum.

Und dass zu guter Letzt schließlich der Ex-Mann auftaucht und auf eigene Faust operieren will (anstatt die Polizei zu rufen, wie es jeder vernünftige Mensch tun würde), erweckt bei mir schon beinahe den Anschein, dass der Regisseur nicht mehr wusste, wie er weitermachen sollte und behelfsmäßig irgendwas dazugeschustert hat, damit die Handlung fortlaufen kann ;)

Die Krönung stellt für mich aber etwas anderes dar und ist auch für mindestens 2 Pkt. Abzug verantwortlich: Als es letztendlich zum finalen Kampf kommt (der natürlich ganz klassisch "hollywood-like" verläuft), prasseln auf den einen der Einbrecher die verschiedensten Varianten an Schmerz ein, bis er mit einem massiven Eisenhammer, der ihn sogar am Schädel trifft, niedergestreckt wird und über das Geländer segelt, anschließend jedoch unversehrt weiterkämpft....

Der Schluss spiegelt den Niedergang des kompletten Filmes wieder, anscheinend hatte niemand mehr Lust, noch weiterzumachen oder gar eine Quintessenz zu verstecken.

Die Einbrecher sind meiner Meinung nach schauspielerisch sehr schwach besetzt, Jodie Foster hingegen hat getan, was sie konnte. Den Film zu retten hat sie allerdings nicht geschafft ;)
Nun, wenigstens die Kamerafahrten wissen zu gefallen.

3 Pkt. wegen nicht vorhandener Realitätsnähe und einer ziemlich platten Handlung...


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