|
 |

Ansicht eines Reviews
Panic Room (2002)
Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 15.09.2005, seitdem 921 Mal gelesen
Eine allein erziehende Mutter (Jodie Foster) zieht mit ihrer kranken Tochter (Kristen Stewart) in eine weitläufige Wohnung, die noch in der ersten Nacht von Einbrechern heimgesucht wird. Gemeinsam schließen die beiden sich in einen gepanzerten Rückzugsraum ein, der als sicherster Ort der Wohnung gilt…
Gleich im Vorspann zündet David Fincher die erste tricktechnische Leuchtrakete, die mit dreidimensionalen, frei zwischen Wolkenkratzern schwebenden Schriftzügen ferne Assoziationen aus dem Bereich des fantastisch-futuristischen Kinos weckt. Der irreführende Fehlgriff wäre kaum der Rede wert, wenn er nicht zeichenhaft für den Rest des Filmes stünde: Eine Geschichte, deren Wirkung auf Eingeschlossenheit und der Ungewissheit über das Nebenan beruht, mit einer Kamera zu bebildern, die mühelos Wände und Böden durchdringt, sinnfreie Exkurse durch Ritzen, Kannenhenkel und in das Innere von Glühbirnen unternimmt, zeugt schon von erzählerischem Desinteresse, so wie die Geschichte überhaupt jeder erkennbaren Vision ermangelt, beispielshalber vom Ringen der Kleinfamilie um Nestwärme in einer kalten Welt oder von großstädtischer Vereinzelung und Entfremdung. Stattdessen verarbeitet Fincher einen von unwahrscheinlichen Zufällen bestimmten Einzelfall zu einem besonders archetypischen Vertreter jener jüngeren Kinotendenz, den Zuschauer nur noch mit nichts sagenden Oberflächenreizen zu betäuben.
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von Adam Kesher
Zurück
 |
 |
|