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Panic Room (2002)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 19.10.2007, seitdem 209 Mal gelesen
Nach dem im Kino gefloppten "Fight Club" legte Regisseur David Fincher (Zodiac, Sieben, Alien 3) eine kleine Pause ein. Mit seinen mehr als düsteren Filmen gewann er das Publikum für sich und "Fight Club" konnte dies nur bedingt anbieten. Vorgänger wie "The Game" oder Fincher´s Aushängeschild "Sieben" zeigen, dass er im Genre Thriller daheim ist und dieses auch nicht verlassen sollte. Mit "Panic Room" knüpft er wieder an sein altes Konzept an, doch verfällt damit auch etwas den typischen Hollywoodklischees.
Meg Altman (Jodie Foster) hat sich von ihrem reichen Mann Stephen (Patrick Bauchau) getrennt und zieht mit ihrer Tochter Sarah (Kristen Stewart) in das Haus eines verstorbenen Millionärs. Das Haus ist nicht nur riesengroß, sondern hat mit dem "Panic Room" etwas ganz Besonders zu bieten. In diesen flüchtet Meg mit ihrer Tochter, als Nachts drei Einbrecher (Jared Leto, Forest Whitaker, Dwight Yoakam) in das Haus eindringen. Die Diebe sind auf eine Millionenbeute aus, welche gerade im "Panic Room" versteckt ist. Mit allen Mitteln versuchen sie in den Bunker einzudringen, aber es ist zwecklos. Meg und Sarah sind in diesem Raum gefangen und Sarah braucht bald ihre Medizin.
Die Grundidee von Drehbuchautor David Koepp (Spiderman, Jurassic Park) kann man durchaus als originell bezeichnen, doch man ist zu sehr auf ein Happy End fixiert und das weiss auch der Zuschauer. Daher kann man schon mal keine Hochspannung anbieten, obwohl die Lage für Meg und Sarah erst einmal aussichtslos erscheint. Natürlich hat Sarah zusätzlich noch ein körperliches Gebrechen, sie ist schwer krank und die Medizin hat Meg vor lauter Panik nicht mit in den Raum genommen. Zudem ist das Telefon nicht angeschlossen. Aber auch die Einbrecher gehen alles andere als professionel vor. Es fällt Niemanden ein mal die Kameras zu zerstören, man zieht völlig falsche Erkundigungen über das Haus ein und nimmt sich noch einen amoklaufenden Verrückten mit, welcher angeblich Erfahrungen mit Einbrüchen hat. Wirklich gut ist die Rige der Darsteller. Jodie Foster überzeugt in ihrer kämpferischen Rolle, aber auch Jungdarstellerin Kristen Stewart gibt eine gute Performance. Oscar Preisträger Forest Whitaker mimt einen der Einbrecher mit gutem Kern, während Jared Leto und Dwight Yoakam jedem Klischee entsprechen.
Es kommt dann auch alles wie es kommen muss. Die Drei Eindringlinge versuchen alles, um Meg und Sarah aus dem Bunker zu bekommen. Zum Beispiel mit Gas und später schafft man es sogar in den Bunker zu kommen, denn Sarah braucht ihre Medizin. Gerade gegen Ende wird es nochmal richtig spannend und auch actionreich, man darf sich durch das Haus jagen, Sarah ist dem Tod nahe, die Polizei taucht urplötzlich auf und Einer der Einbrecher flippt völlig aus und will Meg samt ihrer Tochter töten. Leider ist das nicht den ganzen Film so, denn der Mittelteils ist etwas zu lahm geraten. Das große Haus gibt eine unheimliche Kulisse ab. Viele Stockwerke, Zimmer durch die man sich jagen kann, sogar einen Aufzug. Da hat Fincher viel Spielraum für spannende Momente, aber mir fehlt hier dieser düstere Touch.
Insgesamt betrachtet ein spannender Thriller mit hohem Unterhaltungswert und überzeugenden Darstellern. Die Idee ist gut, aber zu mainstreamig inszeniert. Fincher kann das besser und böser.
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