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Panic Room (2002)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 21.04.2002, seitdem 500 Mal gelesen


Panic Room ist für mich definitv DER Thriller des Jahres. Düster-beklemmende Bilder, tolle Kamerafahrten und knisternde Spannung machen David Finchers Film zu einem Spannungserlebnis, wie es in dieser Intensität lange nicht mehr über die Leinwand geflimmert ist. Panic Room zielt gekonnt auf menschliche Ur-Ängste ab und reisst den Zuschauer schon von der ersten Minute der Nacht förmlich mit sich. Längen tauchen so gut wie keine auf, immer wieder wird der Zuschauer mit Überraschungen und Momenten des Luftanhaltens konfrontiert, gekrönt von einem gleichermaßen enorm spannenden aber auch sehr stimmigen und teils nachdenklich stimmenden Emde. Aber ich will nicht zuviel verraten, diesen Hammer-Film sollte man sich nicht entgehen lassen...
Die Besetzung darf getrost als ideal bezeichnet werden. Jodie Foster spielt grandios auf und überzeugt sowohl in der Rolle der fürsorglichen Mutter als auch in der Rolle der zum Äußersten bereiten Kämpferin. Aber auch die Rollen der drei menschlich sehr unterschiedlichen Einbrecher sowie der Part von Jodie Fosters Filmtochter werden sehr glaubhaft und passend gespielt.
Es ist wirklich beachtlich wie aus all diesen Kriterien und dem völligen Verzicht auf teure Effekte ein derart gelungener, teils klaustrophobischer Hochspannungs-Thriller geschaffen wurde. So mancher Regisseur wäre an dieser Aufgabe kläglich gescheitert, Fincher jedoch stellt nach Sieben erneut sein außergewöhnliches Talent für einmalig düstere, innovative und spannungsfördernde Bilder unter Beweiss.
Der Verzicht auf plakative Gewaltszenen kommt dem Film nur zu Gute. Auf diese Weise behält Panic Room seine bedrückende Atmosphäre über die gesammte Lauflänge ohne ins Banal-Brutale abzugleiten, was, wie allseits bekannt, gerne als Ersatz für Spannung und Story herhalten muss.
Eine Portion (Situations)Humor rundet den sehr positiven Gesammteindruck ab. Ich persöhnlich hätte mir vielleicht gewünscht, dass die Rollen der Gangster noch einen Tick brutaler und gefühlsloser ausgefallen wären. Ich könnte mir vorstellen, dass alle drei Gangster mit Skimasken und mehr Gefühlskälte bei weniger Dialogen in Kombination mit längeren Hetzszenen den Film wohl derart spannend gemacht hätten, dass zartbeseidete Naturen wohl nächtelang nicht hätten schlafen könnten :)
Durch den Verzicht auf diese Aspekte wird der Film nicht wirklich in ein Horrorszenario verwandelt sondern bleibt grobgesagt ein Thriller, bei dem der Zuschauer erahnen kann, dass es auf jeden Fall ein Happy-End gibt und dass vielleicht doch das Gute im Menschen, in diesem Falle der oder des Einbrechers, überwiegt. Mehr will ich nun aber wirklich nicht verraten :)

Für mich ganz klar eines der Kinohighlights des Jahres, für jeden Fan gepflegter Thrills und edler Optik ein absoluter Leckerbissen


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