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Panic Room (2002)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 26.08.2009, seitdem 208 Mal gelesen


Jodie Foster rettet den Tag…25.08.2009

Nett, vorhersehbar und reichlich lang, das sind in meinen Augen die Hauptattribute dieses Films, der lediglich von der innovativen Tatsache lebt, daß in einem riesigen Stadthaus ein sogenannter „Panikraum“ eingebaut ist. In diesen wollte sich der vormalige exzentrische Besitzer im Falle eines Einbruchs zurückziehen können – und just diesen Raum nutzen nun Meg und ihre Tochter als vermeintlich sicheren Hafen beim kurz nach dem Einzug stattfindenden Einbruch dreier Ganoven. Soweit, so nett. Aber leider fehlen bis auf ein paar wirklich liebevoll gemachte und innovative Kamerafahrten alle Elemente, mit denen sich Regisseur Fincher bei mir beliebt gemacht hat. Anders als beispielsweise im ähnlich düsteren „The Game“ gibt es kein überraschendes Ende, statt dessen regiert komplett die Konvention Hollywoods.

Diese beinhaltet auch Jodie Foster. Und Jodie Foster mag ich nicht, denn die Dame spielt immer wieder die gleiche Rolle: die starke Frau, die angesichts drohenden Ungemachs über sich hinauswächst und den Tag rettet. Wenn das einer mag, dann bitte, ich aber mag das nicht. Und noch viel weniger mag ich nicht funktionierende Funktelefone, zuckerkranke Kinder, deren Dosis Insulin natürlich zu genau der passenden Zeit nötig, aber nicht vorhanden ist, Polizisten mit dem sechsten Sinn – denn wie sonst ist es zu erklären, daß kurz nach einem Kämpfchen wahre Massen von Spezialtruppen das Haus erstürmen? Das alles ist ganz typischer Hollywoodstandard und hebt den Film nicht aus der breiten Menge vergleichbarer Produktionen hervor.

Und Jodie Foster tut ja leider auch noch mit – so auch Forrest Whitaker, den ich im Gegensatz zu Frau Foster auch gerne sehe, der aber hier durchgehend einen Dackelblick aufsetzen muß, als hätte er ein gelähmtes Gesicht. Und warum der Exmann angesichts drohender Gefahr einfach auftaucht – Scheidung schon am Laufen, neue Frau am Start – und sich sogleich hart niederknüppeln läßt, man weiß es nicht. Ebenfalls ist dem Betrachter nicht klar, warum Meg samt Tochter allein in ein wahrlich gigantisches Stadthaus ziehen müssen…aber egal, es geht ja hier nicht um Sinn und Logik, sondern eher im Bereich einer Auftragsarbeit um ein Stück Film. Dieses ist gut inszeniert, an sich auch recht spannend, wenngleich vorhersehbar, darstellerisch durchschnittlich und auch nur zum Einmalsehen geeignet, da das gewisse „Etwas“ fehlt…6/10.


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