Eine Kritik von Jason Stillwell (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 25.02.2004, seitdem 286 Mal gelesen
In 'Panic Room' zieht eine Mutter mit ihrer Tochter in ein riesiges Haus in Manhattan und wird gleich in der ersten Nacht von drei Einbrechern heimgesucht. Die sind hinter mehreren Millionen Dollar her, welche im so genannten 'Panic Room' versteckt sind - eine einbruchsichere Kammer mit eigenem Telefonanschluss, eigenem Belüftungssystem und Überwachungskameras.
Als Mutter und Tochter die Einbrecher bemerken, flüchten sie in den Panikraum und sitzen dort fest, denn die Einbrecher wollen um jeden Preis rein...
Jodie Foster spielt die zuerst schüchterne und unsichere Frau, die sich im Laufe der Nacht zu einer entschlossenen Einzelkämpferin wandelt, sehr glaubwürdig.
Mit der begrenzten Anzahl von Charakteren (Mutter, Tochter, Einbrecher) kommt Panic Room fast wie ein Kammerspiel rüber, denn der Film spielt in nur einer einzigen Nacht und nur in dem Haus quasi ohne Unterbrechung.
"Ein Film ist nur so gut wie sein Bösewicht" - wenn es danach geht, ist Panic Room genial, denn die Einbrecher sind sehr facettenreich dargestellt. Zum einen den durchgedrehten Typ mit Rasta-Look, dessen Puls die ganze Zeit auf 180 ist und der auch die besten Sprüche bringt. Dann den maskierten Raoul aus dem Ghetto, der den Harten spielt und den Familienvater (Forest Whitaker, u.a. Ghost Dog, Platoon, Species), der das Geld nur für seine Familie braucht und keinem schaden will.
Dem Regisseur von Fight Club, David Fincher, gelang es eine eiskalte packende Atmosphäre zu kreieren, welche einen bis zum Schluss nicht mehr loslässt.
Die Kameraführung ist ähnlich wie bei Fight Club - lange Kamerafahrten durch das innere des Hauses, durch Gegenstände und Wände hindurch.
Faszinierender Thriller mit tollen Charakteren. Spannend bis zum Schluss.
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