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Stirb langsam 2 (1990)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 23.12.2011, seitdem 103 Mal gelesen


New Yorker Cop McClane will seine Frau Holly vom Flughafen abholen. Doch die Maschine hat Verspätung und auch sonst ist auf dem Flughafen die Hölle los, jede Menge Reporter sind da, um die Ankunft des ausländischen Diktators Esperanza nicht zu verpassen, doch da sind auch wieder diese böse Terroristen, welche einen teuflischen Plan aushecken: Sie bauen ihre Kommandozentrale nahe des Flughafens auf und übernehmen mit Gewalt und technischer Überlegenheit die Kontrolle des Flughafens. Nur McClane ahnt Schreckliches und versucht verzweifelt, den Captain der Flugzeugpolizei, Lorenzo davon zu überzeugen, doch dieser plant eigene Gegenmaßnahmen, was zu einem ersten Absturz einer Maschine durch die Terroristen führt...
Also langsam muß man ein wenig Mitleid mit den armen Terroristen haben. Lernen sie denn nicht das man sich, wenn man schon an Weihnachten einen großen Coup durchführen wollen, erst mal genauestens über den Aufenthaltsort von John McLane informiert? Statt einem Wolkenkratzer ist es diesmal der Flugplatz von Washington wo der falsche Mann am falschen Ort (oder der richtige am richtigen Ort, je nach Sichtweise) auf eine Gruppe Drogenlordbefreier trifft und somit ist das Standar Die Hard Set bereitet in dem Krachbumm Regisseur Renny Harlin seine Protagonisten agieren lassen kann.
Das Szenario ist ja einerseits altbekannt, aber auch die große Stärke der Stirb langsam Reihe. Einsamer Held in einem dreckigen Unterhemd gegen ein ganzes Rudel übeltuender Schergen. Auch diesmal sind die bösen Jungs gut vorbereitet, arbeiten effizient und clever und haben stets noch ein As im Ärmel, mit dem man vorher nicht rechnen konnte, aber wie sich der Film selbst ausdrückt, kein Mensch weiß wieviele Leben dieser McLane eigentlich hat.
Die Fortsetzung kann dabei nahezu komplett mit dem Vorgänger mithalten, was auch zum großen Teil an den Darstellern liegt. Hier sind auch kleine Nebenrollen mit bekannten und arrivierten Leuten besetzt, da ging man auf Nummer sicher und wenn Willis sein Yippiayeah Schweinebacke in den verschneiten Nachthimmel grunzt ist eh das ganze Kino am johlen gewesen. Zudem gibts einen Haufen flotte Stunts mit Flugzeugen und Hubschraubern. Dem aufwendigen Spektakel merkt man stets seine finanzielle dicke Hose an. So ist eigentlich von Anfang an die Spannungsschraube auf Anschlag gedreht, einzige Ausnahme ist der meiner Meinung nach völlig sinnlose und unkomische Subplot um McLanes Frau und dem Schmierlappenreporter im Flugzeug, den braucht kein Mensch und trägt auch nichts zur Handlung bei.
Die Hard II ist ebenso ein Actionklassiker geworden, wie eigentlich alle (bisher) vier Teile, absolut unrealistisch, aber packend von der ersten Minute an. Oft kopiert aber maximal ansatzweise nur von Alarmstufe Rot erreicht.
8,5/10


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