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Necro Files, The (1997)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 16.02.2007, seitdem 880 Mal gelesen


Zwei Cops – ein drogensüchtiger Choleriker und ein unterbelichteter Fettsack – sind einem gestörten Triebtäter auf der Spur, der die Frauen am liebsten über den Jordan befördert, während er sie vergewaltigt, oder anders rum. Als sie den Killer stellen, tickt einer der Polypen aus und ballert ein ganzes Magazin auf ihn leer.
9 Monate gehen ins Land bis eine Gruppe von Kukluxklan-Satanisten ausgerechnet an dem Grab unseres toten Pimplegionärs eine schwarze Messe abhält. Nachdem sie einen Säugling geopfert und auf dessen Leiche uriniert haben, entsteigt unser wahnsinniger Rammler der Erde als Zombie, der nur zwei Dinge im Sinn hat: ficken und töten!
Tja, mit seinem mutierten Riesenschwengel – einem 60cm-Eumel Marke „Mördergurke“ – dürfte beides kein Problem sein und sich vielleicht sogar in einem Abwasch erledigen lassen…

THE NECRO FILES - oh Mann, allein der Titel ist schon der Wahnsinn! – ist ein verflucht dreckiger, kleiner Amateursplatter-Spaß, der mit links jedem Natursektschlürfer die Schamesröte ins Gesicht zaubern dürfte.
Unser untoter Stecher stört Pärchen am liebsten beim Kuschelsex oder bei S/M-Spielchen mit Auspeitschen, beißt gerne Schwänze ab, frisst Titten, wonach er aber immer kotzen muss, manscht in Eingeweiden, was das Zeug hält, und verliebt sich gegen Ende gar in eine Gummipuppe, mit der er dann fröhlich auf der Wiese herumtollt.
Budget war anscheinend eher wenig vorhanden. Das merkt man an den Schauspielern, der Kameraführung, dem Licht, den FX, an allen Ecken und Enden einfach.
Auch der Splatter ist als eher nicht so doll einzustufen (man erkennt fast noch, von welchem Tier die Schlachterabfälle stammen…) und erinnert fast ein bisschen an „Violent Shit“. Wegen ihm allein bräuchte man sich das Teil hier also nicht unbedingt zu geben.

Doch, Alter, check’s halt: Hier läuft ein halbverwester Nuttenkiller mit Dauererektion durch die Gegend, das beste Stück selbstverständlich ständig an der frischen Luft, damit es auch schön mitwippt beim Humpeln. Zu ihm gesellt sich im späteren Verlauf des Films noch ein fliegendes Zombiebaby (das Opferbalg vom Anfang, ebenfalls „Back from the Dead“) – eine Puppe, wie sie nicht eindeutiger als Puppe zu identifizieren sein könnte, sichtbar an Schnüren befestigt und mit elektronisch verzerrter Fipsstimme versehen. Ein Eck „Braindead“ ist also auch mit dabei…
Die Darstellerinnen haben wunderliche Namen wie Jenn O’Cide, Drew Burymore oder Ann R. Key (Gecheckt!? Wenn nicht, noch mal genauer lesen!), die vor der Kamera rumstolpernden Knallschargen bestehen hauptsächlich aus alkoholkranken Pennern oder gehirnamputierten Punks, die deutsche Synchro hat wohl irgendein besoffener Seebär verbrochen, zumal das „Plattdütsch“ schon arg reinknallt (Kostprobe: „Es gibt keinen verdammten Weech, dass er uns diesmal entkommt. Keinen verdammten Weech!!!“ oder „Komm, wir bringen ihn wech und dann is’ gut!“)…

Ihr seht schon, NECRO FILES ist eine wahnsinnig dämliche Anhäufung absolut hirngefickter Ideen und technischer Unzulänglichleiten.
Obwohl der ganze Mumpitz durchaus lustig gemeint (Jaha, nix Düsterstimmung wie bei Butti!) und stellenweise auch tatsächlich lustig ist (Voraussetzung freilich: Klapsmühlen reifer Weirdo-Humor, mit dem man sich nicht oft Freunde macht), würd’ ich diesen Leichenschmaus nur bedingt als Partyfilmchen empfehlen,
da er 1.) dem einen oder anderen garantiert zu anstößig sein dürfte (könnte sein, ja…),
und 2.) NECRO FILES insgesamt leider doch eher in die Kategorie „langweiliger Bockmist“ fällt.
Blut, Perversionen, Penisamputationen und sonstige Krassheiten gibt’s hier zwar zuhauf, die Story, die den geistigen Dünnpfiff hier zusammenhält, ist aber nicht nur reichlich dämlich, sondern, gelinde ausgedrückt, auch scheiße langweilig.
All diejenigen, denen perverse, moralisch in höchstem Maße anstößige Gewalt und Frauen verachtende Tendenzen, unterlegt mit einer Prise unterschwelligem Humor, alleine reichen, können und sollten dahingegen bedenkenlos zugreifen. Für Liebhaber von billigem Amateursplatter-Gekröse jenseits der Grenzen des guten Geschmacks stellt dieser Bastard hier ohnehin ein kleines Muss dar.

Mein Fazit:
„Nekromatik“ goes „Violent Shit“ – Ich muss den Streifen in Schutz nehmen: Hier geht’s gar nicht um Sex mit Leichen, hier haben Leichen Sex mit Lebenden!
Und das ist doch dann nicht Nekrophilie… oder doch?
Egal. Ein kleiner Klassiker in Sachen „Bad Taste“ und Splattertrash - auf keinen Fall entgehen lassen!


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