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Army Go Home! (2001)

Eine Kritik von JasonMichealFreddy (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 14.10.2005, seitdem 440 Mal gelesen


Joaquin Phoenix stellt die US-Army mit Schwarzgeschäften auf den Kopf.

Story:
Ray Elwood (Joaquin Phoenix) ist kurz vor der Wende in der Nähe von Stuttgart stationiert und führt dort ein recht geruhsames Leben. Um seinen doch etwas aufwändigeren Lebensstil zu finanzieren, handelt er mit geklauten Waffen und stellt sogar Heroin her, ohne dass sein Kommandant (Ed Harris) irgendetwas davon mitbekommen würde. Eines Tages taucht dann der Vietnam-Veteran Lee (Scott Glenn) auf, der dem Treiben mit brutalen Methoden möglichst schnell ein Ende setzen will. Auf Ray hat er es ganz besonders abgesehen, da der sich ausgerechnet Lee's Tochter zum verlieben ausgesucht hat. So kommt es schließlich zum erbitterten Kampf zwischen den beiden Rivalen...

Das Leben in der Army satirisch auf die Schippe zu nehmen, ist an sich eine wirklich gut Idee. Leider wurde die meiner Meinung nach hier nicht konsequent genug umgesetzt. Es ist schon reichlich unrealistisch, wenn Soldaten auf ihrem Stützpunkt Heroin herstellen und damit dealen können, ohne dass befehlshabende Offiziere jemals etwas davon mitbekommen. Dann fehlt es auch an einigen bissigen Gags, um die recht lahme Story etwas aufzupeppen. Abgesehen von der Aktion mit dem Panzer (genial) und dem Beschuss von Ray's Auto (ebenso) passiert nicht allzu viel, worüber man lachen könnte.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit dieser Art Humor nicht wirklich viel anfangen kann, aber irgendetwas hat mir bei dem Film einfach gefehlt. Zumal die Story auch nicht so richtig in Fahrt kommen will und immer mal wieder Szenen eingestreut werden, die wenig bis gar nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben.

Ansprechend sind immerhin die Schauspielerischen Leistungen sämtlicher Beteiligter, die ihre Rollen gut verkörpern. Vor allem Scott Glenn als gnadenloser Vietnam weiß dabei durchaus zu gefallen. Der Soundtrack geht auch größtenteils in Ordnung und wurde an die späten 80er angelehnt.

Wirklich positiv zu bemerken bleibt eigentlich nur die Tatsache, dass der Film bei stumpfsinnigen, patriotischen Redneck-Amis mit ziemlicher Sicherheit Brechreiz auslösen dürfte und George W. ihn wohl am liebsten verbannen würde. Das freut einen als Europäer dann doch ungemein.

Fazit: Gute Idee, aber unzureichende Umsetzung. Wünschenswert während mehr lustige Szenen mit mit dem Panzer gewesen und eine nicht ganz so zähe Story, die flotter voran kommt. Dann hätte daraus durchaus mehr werden können.

4 von 10 Punkten


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