Dieser Film ist einfach dumm. Gnadenlos dumm. Das hätte ich Steven Spielberg niemals zugetraut, das er so einen Misst dreht.
Allen ist ja wohl klar, worum es in diesem Film geht. Ein Team Amerikanischer Soldaten soll im 2.Weltkrieg einen vermissten Soldaten hinter den Feindlichen Linien aufspüren und retten. Und das alles, weil seine drei Brüder bereits im Kampf gefallen sind. Natürlich kommt dieser Befehl von ganz oben, damit die Amerikaner zeigen können, was für nette Menschen sie sind.
Da sieht man schon mal, was für eine unrealistische Handlung dieser Film zu tragen hat.
Ich selber bin ein großer Fan von Spielberg und Hanks. Doch jeder Schauspieler und Regisseur muss mal durch einen MIESEN Film. Und für die beiden war es eben ,,der Soldat James Ryan".
Aber nicht nur die Handlung ist das einzige negative an dem Film. Es fängt auch schon direkt bei der Schlacht am Omaha Beach an. Oft werden dort Soldaten (wie zum Beispiel der Amerikaner, der die Kugel in den Helm und danach in den Kopf bekommt) auf eine Weise getötet, die den Zuschauer zum lachen bringt. Und das darf eben in einem ,,Anti"Kriegsfilm nicht sein. Ich könnte noch viele, viele solcher Szenen aufzählen. Doch das wäre zu viel.
Dann gibt es da auch noch wieder Szenen wie zum Beispiel, wo die Gruppe den deutschen Gefangenen einfach unverletzt laufen lässt und dann noch dumm hinterherschaut, und ihn dann in der letzten, finalen Schlacht wiedertrifft. So war es damals ganz bestimmt nicht.
Von den Darstellern kann auch keiner so richtig überzeugen. Man sieht zwar, das sie sich Mühe geben, aber die konnten sich dann am Ende wohl doch nicht (oder hatten einfach keine Lust) in diesen Film hineinsteigern. So was darf nun mal nicht passieren.
Das kann man ja alles noch halbwegs verkraften und dann einfach sagen:,, So ein mieser Film. Aber was will man machen?", aber die größte Störung kommt erst noch. Die Kritiker bezeichnen den Film als GUT. Ja, ganz richtig, als GUT. Und nicht nur als gut sondern auch noch als realistisch, anspruchsvoll, gut gespielt und als einen der (oder als den) besten Antikriegsfilm aller Zeiten. Und nicht nur die Kritiker tun das, sondern auch noch die Zuschauer.
Ich kann nur sagen, der Film ist nicht gut, nicht realistisch, nicht anspruchsvoll, nicht gut gespielt und schon gar nicht einer der besten Antikriegsfilme aller Zeiten. Die Bezeichnung ,,Anti"kriegsfilm passt zu den Film gar nicht. Ich würde ihn er als (Kriegs)Action bezeichnen. Und wo ich schon mal bei ,,Action" bin. Die Effekte sind sehr gut, die Kameraführung auch, es gibt jede Menge Bleihaltige (unrealistische) Actionszenen wie man sie aus vielen, vielen Filmen kennt. Das ist es, was positiv an dem Film ist, die Action. Doch da ,, Der Soldat James Ryan" das Genre Antikriegsfilm bekommen hat darf ich darauf keine Rücksicht nehmen.
Fazit:
Viel Action. Doch zu unrealistisch,wenig Anspruch, wenig Spannung, wenig Atmosphäre, zu viele billige Scherze und eine Handlung die einen richtig kalt lässt. Ein typisch, amerikanischer, patriotischer Propagandafilm. Einer der schlechtesten Antikriegsfilme aller Zeiten!