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Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (2000)

Eine Kritik von enemy (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 02.05.2006, seitdem 385 Mal gelesen


Dr. Sebastian Caine (Kevin Bacon) hat in einem unterirdischen Regierungslabor an einem Serum für Unsichtbarkeit gearbeitet. Mit Erfolg. Jetzt muss er nur noch eins entwickeln, um den Vogang wieder rückgängig zu machen. Mit seinem, dem auch seine Ex Linda (Elisabeth Shue) und ihr neuer Lover Matt (Josh Brolin) angehören, führt er schließlich einen erfolgreichen Test an einem Primaten durch und besteht nach diesem Durchbruch auf einen Selbstversuch. Alles klappt, doch die RÜckverwandlung schlägt bei Sebastian fehl. Immer länger muss er als Unsichtbarer und Gefangener in dem Labor verwahren, bis schließlich seine dunklen Charakterzüge zum Vorschein kommen. Eine Hetzjagd beginnt...

Paul Verhoeven hat sich einfacher verdaulichen Gewässern zugewandt und präsentiert uns hier einen reinen SciFi-Actionthriller ohne subtile Sozialkritik, nur mit der plumpen Message: "Man soll nicht Gott spielen". Sein Team ist ein schöner Klischeehaufen, die Situation "Untergrundlabor" kennt man schon und auch sonst hat der Film nicht viel Neues zu bieten außer einer genialen Effekt-Show. Doch das alles funktioniert prima.

Die Darsteller bleiben größtenteils blass, außer Bacon als Mad Scientist mit Gottkomplex und Shue als seine Gegenspielerin. Der Rest vom Cast wird sowieso nach Lust und Laune vermetzelt, wo es auch mal ordentlich zur Sache gehen darf.
Das Versteckspiel mit dem unsichtbaren Sebastian in den Gängen des Laborkomplexes ist mitunter schön spannend, die Wandlung Caines vom Wissenschaftler mit Ziel hin zum aggressiven Unmenschen ist glaubwürdig und wie ich schon sagte sind die Effekte erste Sahne.

Kevin Bacon, der zum großteil in Blue- und Greensuits herumrannte wird aus den Bildern entfernt und darf oft im Wasser, Rauch, unter Sprinkleranlagen etc. seinen Körper zeigen. Teils mit CG-, teils mit optischen Effekten ist hier das Mittelmaß unglaublich gut getroffen. Highlight hierbei ist sicher die Szene, in der Kim Dickens die Blutreserve aufreißt, das Blut durch die Luft fliegt und an dem unsichtbaren Caine hängen bleibt. Da hier optisch und nicht mit CG gearbeitet wurde, sieht das so wanhsinnig echt aus, das es fast Angst macht.

Hollow Man bietet wenig Neues und hat nicht unbedingt viel Tiefgang, aber 100 Minuten wird man durch ein spannendes Versteckspiel getrieben, das vor Eyecandy nur so strotzt.


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