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Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (2000)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 15.09.2003, seitdem 941 Mal gelesen


Mit „Hollow Man – Unsichtbare Gefahr“ hat Paul Verhoeven einen überzeugenden Popcornkracher gedreht.
Dr. Sebastian Caine (Kevin Bacon), ein genialer Wissenschaftler, der mit seinem Team an Formeln arbeitet, um Personen unsichtbar und anschließend wieder sichtbar zu machen. Zu dem Team gehören auch seine Ex-Freundin Linda McKay (Elisabeth Shue) und Matthew Kensington (Josh Brolin), die auch privat ein Paar sind, was Sebastian aber nicht wissen darf. Kevin Bacon hat sichtlich Spaß an seiner Rolle als egozentrisches Arschloch und spielt mit Hingabe den Widerling.
Es gelingt dem Team diverse unsichtbar gemachte Affen wieder sichtbar zu machen. Ihrem Auftraggeber, dem Pentagon, meldet Sebastian den Erfolg aber noch nicht, denn er hat einen Plan: Er will das Zeug als erster am Menschen testen. Die Effekte von „Hollow Man“ sind wirklich erste Sahne, was man schon recht früh in der Szene gezeigt bekommt, in welcher der Menschenaffe wieder sichtbar gemacht wird.

Sebastian führt seinen Plan aus, auch wenn sich Linda und Matthew, die einzigen Mitwisser im Team, sich dabei unwohl fühlen. Testperson: Er selbst. Tatsächlich gelingt das riskante Experiment und Sebastian wird tatsächlich unsichtbar. Allerdings misslingt der erste Rückholversuch und Sebastian findet Gefallen am Unsichtbarsein...
„Hollow Man“ mixt Horror, Action, Thriller und Sci-Fi zu guten Unterhaltungskino. Dabei steigert sich das Tempo mit dem Verlauf des Films, was aber nicht langweilig ist. Die Spannung erreicht auch ein solides Niveau und zum Schluss kann der Film ein temporeiches Finale bieten. Echter Horror kommt allerdings nicht auf, denn wirklich gruselig ist „Hollow Man“ nicht.
Sehr interessant ist das Spiel mit der Frage, wie man mit der Unsichtbarkeit wohl umgehen würde. Denn Sebastian ist zwar ein Widerling, aber die Hauptfigur und der Zuschauer hat an seinem Denken den meisten Teil, weshalb er anfangs nicht wirklich als Bösewicht erscheint. Gewohnt provokativ ist der Verhoevens Umgang mit Sex und Gewalt, denn viele der Figuren werden auch hier von ihren ’Basic instincts’ geleitet, vor allem Sebastian, was besonders interessant mit der Frage ist: Was würdest du tun, wenn du unsichtbar wärst?

Zum Ende hin gibt es eine nette Ladung Action mit einigen Zweikämpfen, Stunts und Explosionen, was alles sehr schick inszeniert ist. Vor allem die Verbindung mit den erstklassigen Effekten des Films trägt zum Gelingen des actionreichen Showdowns bei. Für eine FSK 16 Freigabe ist der Film auch hart an der Grenze, auch wenn man bei Verhoeven schon Härteres gesehen hat.
Den meisten Spaß an seiner Rolle hat Kevin Bacon, auch wenn er im weiteren Verlauf aufgrund unsichtbarer Umstände nicht so sehr glänzen kann. Die restlichen Charaktere gewinnen eigenes Profil, auch wenn ihnen eher wenig Screentime zugeteilt wird, und ihre Darsteller daher nicht so sehr glänzen können.

Alles in allem ist „Hollow Man“ gelungenes Popcornkino, das etwas zu langsam anfängt, aber sehr spannende Unterhaltung bietet.


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