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Ninja - Revenge Will Rise (2009)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 16.03.2010, seitdem 846 Mal gelesen


War James McTeigues Kinofilm "Ninja Assassin" jüngst noch ein brachiales Trashfest vor dem Herrn, so entpuppt sich Isaac Florentines neuester Direct-to-Video Actionflick "Ninja - Revenge will Rise" als bestenfalls unfreiwillig komischer Rohrkrepierer. Dumme Geschichten ist man aus dem Subgenre der zumeist schwarz maskierten Meuchselmörder ja seit "American Ninja" und Konsorten gewöhnt, Florentines vorliegendes Machwerk jedoch überspannt den Bogen merklich. Wie hier mit nackter Dummheit (Verhalten des durch Tsuyoshi Ihara verkörperten Bösewichts), plattesten Klischees (Leben im Dojo, Badguys) und einfach nur oberpeinlichen Einfällen (Ausstattung und Kostüme) um sich geworfen wird, da wollen sich auch beim gestählten Fan die Fußnägel einfach nur noch hochrollen. Spannung ist über die gesamte Laufzeit schlicht nicht auszumachen. Gleiches gilt für Überraschungen in der alles in allem überaus vohersehbaren, bisweilen regelrecht verärgernden 08/15-Handlung.

Wie so oft kann da eigentlich nur deftige Dresche noch das Ruder herumreißen - so zumindest ist man es gewohnt! Zuständig ist hierfür im vorliegenden "Ninja - Revenge Will Rise" primär Kampfgenie Scott Adkins ("Undisputed 2"). Doch zum allgemeinen Erstaunen kocht Regisseur Florentine auch in Sachen Action über weite Strecken nur auf Sparflamme. Zweifellos stimmt der Härtegrad und auch über das reichlich eingesetzte CGI-Blut kann ich noch hinwegsehen, nicht jedoch über die zumeist völlig uninspirierten Keilereien und die noch belangloseren Shoot-Outs von der Stange. Eine ausgefeilte Choreographie oder sinnvolles Einbeziehen der Umgebung in den Kampf konnte ich kaum einmal entdecken (em ehesten überzeugt hier noch der Appartement-Fight). Vielmehr stürmt vor allem im späteren Verlauf Gegnerhorde um Gegnerhorde stumpf durch langweilige Studiokulissen, nur um wenige Sekunden später auf dem Asphalt bzw. gleich in der Kiste zu landen. Im Prinzip wechselt wie in einem schlechten Computerspiel nur der Hintergrund ab und an.

Würden nicht die Namen Florentine und Adkins über dem Ganzen prangen, es wäre halb so wild. Doch zwei im B-Actiongenre ansonsten hoch angesehene Ikonen so schwächeln zu sehen, das tut schon irgendwo weh.

Fazit: Technisch zwar solide umgesetzt und auch annehmbar gespielt, Unmengen von Dummheit, Unlogik und schlicht uninspirierter, teilweise regelrecht schlampig wirkender Action versalzen die Suppe jedoch kräftig. Ein vieles entschärfendes Augenzwinkern konnte ich nicht wirklich ausmachen, schade!


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