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Wrong Turn 3: Left for Dead (2009)
Eine Kritik von Mr. Erpel eingetragen am 28.11.2009, seitdem 444 Mal gelesen
WRONG TURN 3: LEFT FOR DEAD ( USA 2009 )
Ein Film von Declan O'Brien.
What You Don't See Will Kill You
Rund 90 Minuten später war ich immer noch am Leben. Leider! Aber der Reihe nach: Zwei Jahre nach der erfolgreichen DVD-Produktion "Wrong Turn 2: Dead End" wurde es für die Verantwortlichen von 20th Century Fox anscheinend wieder Zeit, einige Auserwählte für einen Aufenthalt in den gefährlichen Wäldern von West Virginia, wo die Mutanten weiterhin ihr Feld nicht räumen, zu begeistern. Das Sequel zum ersten und bisher einzigen Kinofilme "Wrong Turn" (Rob Schmidt) der Horrorfilm-Reihe mauserte sich in rasender Geschwindigkeit zum Geheimtipp unter Gorehounds. Ich konnte mich mit dem Hype jedoch rein gar nicht identifizieren, denn der Film von Regisseur und Freund von Adam Green (Hatchet, Spiral) Joe Lynch ist ausschließend peinlich und dumm.
Für die zweite Fortsetzung musste Lynch aber auch schon wieder den Regiestuhl räumen. Der Inszenierung zu "Wrong Turn 3: Left for Dead" nahm sich nämlich TV-Regisseur Declan O'Brien an, welcher das Drehbuch von Connor James Delaney verfilmte. Dieser muss sich augenscheinlich wenig Mühe um sein erstes Script gegeben haben, denn das Endprodukt scheitert wie zu erwarten kläglich.
Nach der Survival-Show im zweiten Teil, brachte Delaney hier eine Geschichte auf die Beine, die einen gescheiterten Gefangenentransport als Anlass nimmt, um Mutant Three Finger (Borislav Iliev) fleißig seine Fallen ausprobieren zu lassen. Unter den Gefangen und Protagonisten muss es natürlich wieder einen gnadenlosen Anführer, einen cleveren Marshall und einen Überlebenden geben. Damit wären die Klischees erfüllt und die Jagd kann beginnen. Nach bekannten und gehaltlosen Prinzip fällt anschließend nach und nach einer der Ausreißer Three Finger in die Hände. Im Gegensatz zum Vorgänger versucht "Wrong Turn 3" als *prust* ernster Horrorthriller daher zukommen, was bereits an der Lächerlichkeit der Dialoge und Handlung jedoch scheitert.
Dass sich hier ebenso die finanzielle Unterstützung im Rahmen hielt, spiegelt sich in den haarsträubenden CGI-Effekten wieder. Die Inszenierung manifestiert sich auf Laienniveau, denn Begriffe wie Spannung und Atmosphäre sind Declan O'Brien offenbar nicht geläufig. Dabei agieren seine Akteure als teilnahmslose Spielfiguren in diesem öden, untauglichen und miserablen Brei. Das Ende ist dann symptomatisch und rundet die Fehlgeburt von "Wrong Turn 3: Left for Dead" einwandfrei ab.
Bleibt jedem zu raten, einen weiten Bogen um den dritten Teil der Reihe zu machen. Außer man braucht das Gefühl, sich unbedingt eine Kugel in den Kopf jagen zu müssen. In diesem Sinne:
2 / 10
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