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Wrong Turn 3: Left for Dead (2009)

Eine Kritik von Soddork (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 12.12.2009, seitdem 642 Mal gelesen


So, da ist er also, der neue „Kannibalen-Backwooder“, dessen zwei, voran gegangenen Teile ziemlich gute Vertreter dieses Sub-Genres waren. Während der erste Teil durch seinen Ideenreichtum noch überraschen konnte, waren es beim zweiten die harten Gore und Slasherszenen die ihn interessant machten. Also war ich gespannt, mit was dieser Teil punkten konnte.Aber die einzigen Punkte die man hier verteilen kann waren allerdings Eigentore. Das gleich mal vorweg. Nach dem schwachen, 08/15-Anfang, geht es auch gleich los. Dieses mal sind keine, verschreckten, Touristen die Opfer der Menschenfresser, sondern, man höre und staune, ein ganzer Bus vollgestopft mit Schwerstkriminellen. Beste Voraussetzungen also für ein wahres Schlachtfest. Denkste. Das ersten, was dem geschulten Zuschauer auffällt sind diese langweilig gestrickten Charaktere welche Klischeeüberladener gar nicht sein könnten. Doch damit noch nicht genug. Wo man jetzt eigentlich auf beste Bluteffekte zurückgreifen sollte, hat man ganz ganz schlechte CGI-Animationen verwendet. Welche so dreist sind, dass es schon fast an eine Beleidigung an den Horrorfan grenzt und für eine Fox-Produktion nur noch ein Armutszeugnis ist und zudem den Beigeschmack des Ausschlachtens eines Namens nur noch mehr unterstreicht. Die einzelnen Logikfehler und Unglaubwürdigkeiten im verlauf der Handlung kann man denn auch nur noch mit einem Kopfschütteln abtun. Beispiele gefällig? Da rennt mindestens ein Mutant durch den Wald, der in der Lage ist gezielte Pfeile zu verschießen und Messer mit äußerster Präzision zu werfen und keiner von den Vollhonks (Schwerstkriminelle!!!) ist nicht einmal der Meinung in Deckung gehen zu müssen. Stattdessen macht die Gruppe eher den Eindruck als würde sie einen Ausflug zum Pilze sammeln machen, Körperteile werden an Ketten spazieren getragen, statt sie einfach am darunter liegenden, schwächeren Gelenk abzuschneiden oder andere gehen, trotz der drohenden Gefahr, einfach mal ein Ei legen und wischen sich den Hintern mit einer Hundert Dollar Note ab. Witzig, Witzig Herrschaften! Spannung? Ha! Von Spannung ist hier überhaupt keine Spur. Man läuft einfach durch den Wald, stirbt, läuft durch den Wald, stirbt und so weiter. Bis zum unspektakulären Ende, welches mit echt miesen Trickaufnahmen dann noch einen oben drauf setzt. Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der mich sosehr genervt hat wie dieser hier. Wobei das versauen des Titels mich noch am meisten ärgert. Somit ist der dritte Teil dieser Serie dann wohl auch ihr Genickbruch. Uncut hin oder her. Was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet dass es keine weitere, verkorkste, Fortsetzung gibt. Wobei diese allerdings nur besser werden kann.Und tschüss!


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