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Es ist mal wieder Halloween. Maddie und ihre Freundinnen gehen auf eine rappelvolle Hausparty, um so richtig die Sau raus zu lassen. Als die Polizei die Party sprengt, verschanzen sich Maddie und ein paar andere Besucher in einem entlegenen Teil des Hauses. Im Keller entdeckt die Gruppe sechs kreisförmig angeordnet daliegende Moderleichen, woraufhin einem Jungspund die Legende einfällt, die auf dem alten Anwesen haftet: eine Hobby-Satanistin öffnete hier einst unabsichtlich das Tor zur Hölle und löschte damit ihre ganze Familie aus. Kurz darauf beginnen die Dämonen einen nach dem anderen in Besitz zu nehmen…

NIGHT OF THE DEMONS ist das Remake zu dem gleichnamigen Horrorfilm aus den 80ern, einem billigen TANZ DER TEUFEL- bzw. DEMONI-Abklatsch, der lediglich mit ein paar blanken Busen, viel Langeweile und Unzulänglichkeit glänzte, dennoch aber zwei Sequels nach sich zog.
Mit dem Original hat das Remake außer Dämonen nicht mehr viel gemein, was man aber nicht wirklich negativ ankreiden kann, da der NIGHT OF THE DEMONS der 80er so schlecht war, dass es schön blöd gewesen wäre, diesen Mist 1:1 zu reproduzieren.
Unter den Hauptrollen finden wir nun Edward Furlong – Oh mein Gott, ist der fett und alt geworden. Vor allem aber fett. Der einstige „John Connor“ aus TERMINATOR 2 sieht so aufgedunsen aus wie Elvis in seinen letzten Zügen. Doppelkinn und Tränsäcke – Fuck, wenn der so weiter macht, endet er noch wie Chris Penn. Er spielt sinniger Weise einen Drogendealer.

Indem ich die weiblichen Hauptrollen nenne, zähle ich gleichzeitig die Hauptgründe auf, sich diesen Streifen zu Gemüte zu führen. So, jetzt bitte gut festhalten und Sabberlatz umschnallen:
Bobbi Sue Luther (LAID TO REST), Monica Keena (sie schlug Freddy in FREDDY VS. JASON mit Jasons Machete den Kopf ab), Diora Baird (TCM – THE BEGINNING), Shannon Elizabeth (die Nadja aus AMERICAN PIE).
Titten am laufenden Band, kann man also sagen. Es wirkt fast, als hätte sich Regisseur Adam Gierasch (AUTOPSY) die geilsten Silicon-Schnepfen der jüngsten Horrorgeschichte zusammen geklaubt, um ein orgiastisches Gipfeltreffen zu veranstalten. Spätestes bei lesbischem Rumgemache zu den Klängen von Type 0 Negative’s „Black No. 1“ fragt man sich aber schon, ob man versehentlich bei Jennas ZOMBIE STRIPPERS oder „FHM – Der Film“ gelandet ist.

Die drallen Bräute hat der Streifen auch bitter nötig, denn die Story ist dünn wie Esspapier. Als anständiges Remake muss sie das aber auch sein. Doch es werden noch mehr Ablenkungen geboten, wie z.B. richtig fiese Dämonen. Dämonen mit Widder-Hörnern, Zombiedämonen, denen das Gesicht weg geschreddert wurde, Dämonenweibern, denen Tentakel aus den Brüsten sprießen… Die Maske hat hier saubere Arbeit geleistet. Gore gibt es insgesamt betrachtet nicht überdimensional viel, dafür fällt das Gebotene ordentlich brutal aus. Zerfetzte Titten, abgerissene Gesichter, eine derbe Ausweidung… Die FX sind dabei schön oldschool und machen richtig Spaß.

Besonders hervorzuheben wäre noch der kurze Gastauftritt von Linnea Quigley, der Scream Queen aus den 80ern, die auch im Original mitwirkte. Sie macht das, was sie am besten kann, und lässt den Zuschauer einen Blick unter ihr Tutu werfen. Ferner wird ihr damaliger Trick mit der Titte, die den Lippenstift verschwinden lässt (Bitte nicht fragen…!), aufgegriffen.


Thrill:                     (+)(-)(-)(-)(-)
Gore:                     (+)(+)(+)(-)(-)
TITTEN!!!:              (+)(+)(+)(+)(-)


Der neue NIGHT OF THE DEMONS ist ein kurzweiliges, anspruchsloses Dämonen-Happening, das stark an Fun-Splatter-Geschichten wie THE CONVENT von Mike Mendez oder RITTER DER DÄMONEN erinnert. Zwar ist die Story ziemlich lahm und schon 100mal dagewesen, die Dialoge sind grober Unfug und mit der Logik hat es der Film auch nicht besonders, …aber die Weiber, Alter, DIE WEIBER…!!!
Fazit:
BIG TITS DEMONS hätte es als Titel eindeutig besser getroffen! Hat klare Schwächen, macht aber trotzdem Laune!

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