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Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft (2009)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 27.05.2011, seitdem 310 Mal gelesen


Auf den Hund gekommen...21.05.2011

Manchmal ist es schon komisch, welche Filme dem sonst brachialer Action zugetanen Schreiber dieser Zeilen ans Herz gehen. Vielleicht liegt es auch am Zeitpunkt der Sichtung, an einer speziellen Grundstimmung,  aber so zu Tränen gerührt wie durch diesen kleinen, recht harmlosen Film, der ( natürlich ! ) auf einer wahren Begebenheit beruht, war ich schon lange nicht. Man mag jetzt maulen, denn die der Geschichte zugrunde liegenden Ereinisse spielten eigentlich in Japan, aber der amerikanische Markt ist halt ein ganz eigener - und so paßt man Ort und Zeit einfach behutsam an und verläßt sich dann auf die Kraft des Hauptdarstellers - eines Hundes.

Dieser, ein seltener japanischer Akita, wunderschön anzusehen von klein an, wird per Fracht von Japan in die USA verschickt. Doch am Zielbahnhof angekommen bricht der Käfig auseinander, und der Hund schließt sich dem Musikprofessor Parker Wilson an, der ihn, zunächst gegen den Widerstand seiner Frau, mit nach Hause nimmt und dort unterbringt. Als sich niemand meldet, der den Hund haben möchte, behalten die Wilsons ihn - und er wird Teil der Familie. Wie sehr, das zeigt sich erst, als der Hund den Herrn morgens zur Bahn bringt und dort abends wieder abholt.

Soweit, so normal. Bis hierhin sehen wir nichts, was sich vom typisch amerikanischen Familienfilm unterscheidet. Klar, Richard Gere ist eine Bank, dazu noch schöne Farben, ein hübscher Hund, gar zu knuddelig zu Beginn, da wartet man nicht auf eine Zäsur. Doch diese kommt, denn eines Tages kehrt Parker nicht heim - und der Hund wartet trotzdem am Bahnhof. Tagelang. Jahrelang. Bis zum Tod. Und das ist derart anrührend gefilmt, ohne Kitsch und Pathos, sondern ganz einfach gemacht, mit wenigen Randfiguren, aber mit viel Liebe zum Detail. Man spart auch viel Familiengeschichte aus, sondern beschränkt sich auf den zusehends verfallenden Hund & dessen traurige Augen. Als Zuschauer leidet man mit und greift nach der Liebsten Hand, sich vergewissernd, daß man nicht alleine ist auf dieser Welt - und guckt dann seinen Kater an, der sich so gar nicht für den Hausherrn interessiert...welch Unterschied...9/10.


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