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2001: Odyssee im Weltraum (1968)
Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 01.04.2002, seitdem 761 Mal gelesen
Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" ist wohl eines der bedeutendsten Werke für das Science-Fiction Genre überhaupt.
Der Film beginnt in grauer Vorzeit, eine Horde Affen entdeckt einen schwarzen Monolithen, sie lernen, ihn zu verteidigen und verwenden dazu Werkzeug und Waffen. Die Evolution schreitet voran.
Das Jahr 2001: Auf dem Mond wird ein ebenso rätselhafter Monolith entdeckt, der Signale in Richtung Jupiter sendet.
18 Monate später macht sich das Raumschiff "Discovery" auf den Weg zum Jupiter, an Bord zwei Astronauten, eine Crew im Kälteschlaf und der hochintelligente Computer HAL 9000, der das Raumschiff steuert. Als HAL einen Fehler macht und die beiden Astronauten Poole und Bowman darüber diskutieren, ihn abzuschalten, spielt verrückt und an Bord des Schiffes bricht Chaos aus...
Soviel zur Story, die 1965 als bannbrechend galt und auch heute noch faszinieren kann.
Das was Kubricks Werk aber ausmacht, sind die atemberaubenden Bilder aus dem Weltall, unterlegt von weltberühmter Musik. Zwei Szenen gingen dabei in die Filmgeschichte ein: Als ein Affe einen Knochen nimmt und ein Skelett zerschlägt, dazu das Lied "Also sprach Zarathustra" , das jedem ein Begriff ist. Ein weitere weltberühmte Szene ist das "tanzende" Raumschiff zu der Kompostion "Die blaue Donau" von Strauss. "2001 - Odyssee im Weltraum" ist ein Werk, bei dem Musil und Film untrennbar miteinander verbunden sind.
Auffällig ist, das in den ersten 20 Minuten des Films kein einziges Wort gesprochen wird. Auch sonst gibt sich der Film sehr wortarm. Kubrick lässt viel mehr Bilder sprechen, zu denen sich der Zuschauer oft eine eigene Meinung bilden muss. Am meisten wohl beim Schluss, der viele Interpretationen zulässt. Viele halten den Schluss für gut, viele für schlecht. Ich denke, das kann man nicht genau definieren, man muss sich einfach eine eigene Meinung darüber bilden, was Kubrick damit eigentlich im Sinn hatte. Auf jeden Fall bleibt der Film aufgrund des Finales dauerhaft in Erinnerung.
Revolutionär waren für damalige Verhältnisse auch die Effekte. Fantastisch, wie realistisch die Raumschiffe und das All aussehen trotz des Alters. Da können sich Filme wie "Episode 1" eine Scheibe abschneiden.
Zu den Schauspielern: Kann man in diesem Film schlecht beurteilen, sie müssen keine großartigen Leistungen vollbringen, weil sie fast nichts sagen müssen. Insgesamt zufriedenstellend.
Nach so viel Lob jetzt aber auch mal ein wenig Kritik: So schön die meisten Szenen auch wirken, manchmal übertreibt Kubrick es einfach mit den Bildern. An einigen Stellen zieht sich der Film wirklich in die Länge, manche Szenen sind unnötig lang und schildern ein wenig zuviel. Wer dafür aber die Geduld aufbringt wird entschädigt mit einem grandiosem Finale.
Fazit:
Ein Meilenstein des Science-Fiction Genres, das sich an den intelligenten Zuschauer richtet und einige Fragen offen lässt. Bannbrechende Effekte lassen diesen Film zu einem Erlebnis werden, auch wenn Kubrick an manchen Stellen etwas zuviel schildert. In diesem Genre nach der "Star Wars" Trilogie mein Lieblingsfilm. Unbedingt mal ansehen!
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