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2001: Odyssee im Weltraum (1968)

Eine Kritik von Moviekiffer (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 14.07.2002, seitdem 1431 Mal gelesen


Wer hier einen actiongeladenen SciFi-Knaller erwartet, wird extrem enttäuscht sein. Nein – noch schlimmer: Er hält die Langatmigkeit des Filmes keine 30Min. durch. Denn der Film gehört in die Sparte der Kunstfilme.
Er ist nur etwas für Personen die sich auch mal ruhigere und zum Nachdenken anregende Filmprojekte reinziehen können.
Es fängt alleine schon damit an, dass hier nicht die Evolution den Menschen zu dem macht was er heute ist, sondern, als der Mensch noch zu den Affen gehörte, er von außen „Hilfe“ in Form eines Monolithen bekommt.
Dieser Monolith steht plötzlich inmitten einer Affenherde. Und als die Affen diesen Monolith berühren setzen sie einen Entwicklungsschritt in Gang.
Als einer der Affen einen Knochen (den er kurz zuvor als Keule „entdeckte“ und den ersten Mord begeht) in die Luft schleudert, erlebt der Zuschauer wohl einen der sprunghaftesten Szenenwechsel der Filmgeschichte: Der in der Luft wirbelnde Knochen verwandelt sich in ein Raumschiff, das sich im Weltraum befindet.
Menschen haben auf Pluto einen Monolithen entdeckt.
18 Monate später fliegt ein Raumschiff Richtung Jupiter. Besatzung: 3 Forscher im Tiefschlaf, 2 Forscher die den Flug leiten und als 6tes HAL 9000. Ein Computer der so von den Menschen konstruiert wurde, dass er sämtliche Aufgaben überwachen und mitbestimmen kann. Er wird gepriesen als fehlerlos und perfekt.
Er kann alles sehen und mithören. Zudem gab man ihm eine menschliche Stimme.
Als er einen baldigen Ausfall einer Einheit meldet, dieses von den 2 Forschern untersucht wird und sie herausfinden das HAL ein Fehler unterlaufen ist, überlegen sie ob sie HAL abschalten.
HAL bekommt das mit und tötet einen nach den anderen, außer einem, der dann HAL abschaltet.
Noch im abschalten fängt HAL an wie ein Mensch zu jammern und winselt, dass er Angst hat. So sehr ist der Computer vermenschlicht.
Der letzte Überlebende setzt den Flug Richtung Jupiter fort. Hinter Jupiter entdeckt er einen riesengroßen Monolithen im Weltraum. Er berührt ihn mit Hilfe einer Aussenkapsel.
Als er dies macht fliegt er mit unendlicher Geschwindigkeit in eine andere Dimension. Sie wird dem Zuschauer als grellbuntes und sehr schnell vorbeifliegendes Farbspektakel dargestellt.
Plötzlich findet sich der Forscher in einem Zimmer mit angrenzendem Bad wieder. Er selbst ist in einem Raumanzug und sieht sich als alten Mann an einem Tisch sitzen. Der Blick von dem alten Mann richtet sich auf das Bett in dem er sich als Sterbender liegen sieht. Dieser Sterbende blickt Richtung Fußende, denn er sieht einen Monolithen mitten im Raum stehen und streckt die Hand danach aus.
Zum Schluß kommen noch ein paar Sekunden Bilder von einem Fötus.
Filmende.
Fazit:
Wenn man es am Filmanfang noch als „Einfallsreich“ empfindet, das 3Minuten lang nur ein schwarzes Bild auf dem Bildschirm ist, welches mit einem nervenden Dauerton untermalt ist, hört doch beim 2ten Mal (in der 2ten Hälfte des Filmes) der Spaß auf und man spult vor.
Nach der Umwandlung von dem Knochen in ein Raumschiff sind unheimlich tolle Bilder von Raumstationen und anderen Planeten zu sehen.
Diese Bilder haben es nicht verdient mit Walzer von R. Stauß untermalt zu werden!
Da hätte man wirklich bessere Musik nehmen können.
Denn diese Art von Musik in dieser Art von Film ist sehr, sehr unpassend und sehr, sehr nervend.
Auch stört es, das einige Filmsequencen zu lang sind:
2 x 3 Min. schwarzer Bildschirm – totaler Quatsch –jeweils 15Sek. hätten gereicht,
die Anfangsszenen mit den Affen – könnte man kürzen,
ein Raumfahrer rettet den anderen mit Hilfe einer Außenkapsel - ist zu lang,

Dem Film hätten Kürzungen echt nicht geschadet. Statt 143 Minuten hätten auch 110 Min. gereicht.
Und wenn man dann noch die Musik ändert, wäre er noch mal so gut.
Es wäre ja nichts vom Inhalt geändert.

Die Aussage des Filmes liegt im Auge des Betrachters.

Schade – anhand der vielen negativen Punkte kriegt er von mir nur eine 4 von 10.


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