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2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (1984)

Eine Kritik von Dr. Phibes (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 29.06.2004, seitdem 1361 Mal gelesen


War Kubricks „2001“ für manchen schlicht einfach zu langweilig, so ändert sich dies zumindest bei diesem Teil.


Knapp neun Jahre ist es her, als der Astronaut Dave Bowman auf mysteriöse Weise verschwand. Nun treibt das Raumschiff allein Weltall herum, wird aber durch nicht erklärbare Phänomene in der Umlaufbahn gehalten. Ferner ist immer noch der riesige Monolith in der Nähe des Jupiters.
Dr. Floyd (Roy Scheider), Mitverursacher der „Katastrophe“ im Jahre 2001 bekommt nun die Chance, selber zum Jupiter zu fliegen um zu ergründen, was damals passiert ist und warum der Computer HAL 9000 versagte und sogar einen Astronauten tötete.
Problem: Er muss mit den Russen ins All. Doch gerade auf der Erde tobt schon ein Kampf zwischen den Großmächten USA und der Sowjetunion, ein Krieg steht kurz bevor.
Trotzdem reißt Floyd mit seinen Experten mit Hilfe des Russen zum Jupiter. Dort erwarten sie schon kuriose Phänomene, man entdeckt sogar ein Art Leben, welches sich aber rigoros verteidigt. Selbst ein russischer Astronaut. Der auf dem Monolithen landen will, wird getötet.
Und das war erst der Anfang der Probleme. Kann HAL 9000 erklären, was wirklich los was oder los ist? Ferner scheint der Konflikt auf der Erde die Mission platzen zu lassen.


Zunächst, Leute die „2001“ gehasst haben oder eingeschlafen sind, können wieder Hoffnung schöpfen. „2010“ ist vollkommen anders inszeniert, spinnt die Story aber gekonnt weiter. Es gibt keiner Raumschifffahrten zu klassischer Musik mehr oder ähnliche Kritikpunkte. Es wird konkret Wert auf die Weiterentwicklung der aktuellen Story gelegt.
Und dies klappt sehr gut. Wer sich, wie ich, nach Ende von „2001“ noch viele Fragen gestellt hat, bekommt zumindest hier ein paar Antworten zu vielen offengebliebenen Fragen.

Die Effekte sind wie schon bei „2001“ top und wirken auf keinen Fall billig. Auch hat „2010“ einiges mehr an Dramatik zu bieten als „2010“. Dafür fehlt halt das Kubrick-Feeling in „2001“, was bei manchen aber wohl mehr Freude hinerlässt.

Darstellerisch kann man absolut zufrieden sein. Roy Scheider in der Hauptrolle von Dr. Floyd ist nicht überragend, aber gut. Halt typisch amerikanisch gibt er sich, wie auch die Russen im Film. Später ändert sich das zum Glück, aus der kühlen Stimmung zwischen Amerikanern und Russen entwickelt sich sogar eine Art Freundschaft, trotz der Probleme auf der Erde.


Fazit: Würdige Fortsetzung von „2001“, nicht mehr ganz so träge, aber eben auch nicht mehr Kubrick. Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann all denen „2010“ weiterempfehlen, die schon mit „2001“ etwas anfangen konnten. Und die Botschaft am Ende kann man problemlos in die heutige zeit einfügen, teilweise wäre dies sogar zwingend nötig.


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