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Killers from Space (1954)

Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 14.09.2008, seitdem 267 Mal gelesen


Invasion der Glupschaugen...

Was einem mit diesem Streifen vorgesetzt wird schwankt irgendwo zwischen unverschämten und unterhaltsamen Schrott und wird mit der Schlußszene komplett zu ersterem.
An sich folgt „Killers From Space“ zunächst den üblichen Spuren der Invasionsfilme seiner Zeit. Dabei wird einiges an Archiv-Material verwendet, da Geld für Spezialeffekte nicht vorhanden war. Dies zeigt sich deutlich in den einzigen wirklichen zwei Effekten des Filmes: Die Augen der Aliens (die wie aufgeschnittene und über die echten Augen aufgesetzten Tischtennisbälle aussehen, auf die man noch mit Edding schwarze Pupillen gemalt hat), die erst über die aufgezogenen Kapuzen ihre wahre Geltung erlangen und Aufnahmen von Tiervergrößerungen. Dort werden die Tiere entweder so gezeigt wie sie sind, in der Hoffnung sie würden groß wirken, oder aber ab und zu hochprojiziert. Das sieht beides völlig blöde aus, eine echte Aktion mit Mensch und Tier gemeinsam im Bild gibt es nicht zu erblicken, nur ab und an schludert vorne ein Mensch durchs Bild, in dem gleichzeitig hinten Tiere zu sehen sind.
Bis man all dies erleben darf, bekommt man viel Funkverkehr vor die Nase gesetzt, darf man herrlich schlecht getrickste Fliegeraufnahmen sichten (ups, doch noch ein Effekt mehr), dann sieht man gemeinsam mit dem Helden ein ominöses Licht, die Mühle kracht runter, der Held wird vermisst, taucht wieder auf, benimmt sich ominös und nun kommt die bescheuertste Szene von allen. Der Held, scheinbar von den Aliens manipuliert, schleicht sich in die Wüste, nachdem er bei den Menschen etwas ausspioniert hat und versucht einen Zettel abzulegen, höchst wahrscheinlich eine Botschaft an die Außerirdischen. Dabei wird er von einem FBI-Mann überrascht. Unser Held schlägt ihn nieder und lässt den Zettel liegen. Nach einiger Zeit erwacht Mr. FBI, eilt zum Auto um über Funk seine Leute zu warnen, dann brettert er los. Der Zettel ist völlig egal. Oh weh! Solche Szenen muss man einfach lieben.
Erst wenn unser Held wieder im Krankenhaus landet und mit einem Wahrheitsserum willig gemacht ist, bekommen wir die Aliens und die Riesentiere präsentiert, alles in einem ausführlichen Rückblick, das unterhaltsamste des ganzen Filmes. Wir erfahren die offizielle Begründung für die Glupschaugen, der Heimatplanet ist dank einer kaputten Sonne nämlich schon recht dunkel geworden. Meine inoffizielle Theorie geht eher in Richtung Fernsehsüchtig. Die Glupschaugen-Aliens glotzen nämlich fast ohne Unterbrechung auf einen Monitor, damals Hightech pur. Sie geben unserem Helden Anweisungen über den Monitor, erklären ihm ihre Historie über das Gerät und seine lausigen Fluchtversuche beobachten sie auch über dieses Teil. Von wegen viereckige Augen! Hier erfahren wir die Wahrheit, und die ist schlimmer als jede X-Akte sein könnte.
Um zu wissen wie lustig der Film wirklich ist, muss man leider den Schluß verraten. Ab jetzt wird also ordentlich GESPOILERT (!!!!!).
Aus irgendeinem Grund (ihr wisst, mein Englisch ist nicht das beste) bekommt unser Held heraus, dass man den Aliens den Strom abdrehen muss, um sie aufzuhalten, sprich um sie davon abzuhalten, mutierte Riesenviecher auf uns Menschheit loszulassen. Deswegen hüpft er in das nächstbeste Elektrizitätswerk, zwingt den Mitarbeiter überall den Saft abzudrehen, als dieser das tut geht auch das Licht im Werk aus und es kommt in der Wüste zu einer unglaublich großen Explosion. Alle gucken verwundert aus dem Fenster, die Alienfestung ist zerstört.
Wie gesagt, ich verstehe im Englischen nicht alles, aber so wie ich das verstanden habe war die Explosion gar nicht das Ziel des Helden. Wenn die Bude in die Luft fliegt, gucken eigentlich alle Figuren verwundert aus dem Fenster. Zudem bedeutet dieser Schluß, dass man wirklich alles, was mit Aliens zu tun hatte, nur über den ollen Rückblick erlebte. Und analysiert man die Story mal etwas genauer wird die ganze Geschichte von Fakt zu Fakt immer blödsinniger.
Soll sie ja auch sein, kein Mensch guckt dieses Werk (den Film, nicht das Elektrizitätswerk ) heutzutage mehr in der Hoffnung, ein ernstzunehmendes Produkt zu erhaschen. „Killers From Space“ ist Trash, oder auch Camp wie ich neulich erfuhr, und zum Glück von der unterhaltsamen Sorte. Ich habe zwar schon besseren unfreiwillig komischen Schund aus den 50ern konsumiert, aber dieser Science Fiction macht immer noch genug Laune für eine fröhliche Runde Cinemüll-Konsumenten.

Fazit: Spaßiger Schrott!


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