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Killers from Space (1954)
Eine Kritik von PaulBearer (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 22.09.2008, seitdem 266 Mal gelesen
So, was haben wir hier... wieder mal einen US-Trashfilm, der es nicht nur nie hierher geschafft hat (ja, abgesehen vom "Bonus" auf der "Don't Ask, Don't Tell"-DVD), sondern auch offenbar niemandem wichtig genug war, um sich die Rechte daran zu sichern. Deshalb ist der Film mittlerweile "Public Domain", und dank des weltumspannenden Datennetzes ist es auch kein Problem, sich diesen Film zu besorgen... wenn es sich auch nicht unbedingt lohnt.
Man muß schon ein hartgesottener Trash-Fan sein, um sich diesen Film in voller Länge anzutun. Und es gibt auch noch sowenig Story, daß es mir unmögllich scheint, ein Review ohne kräftige Spoiler zu verfassen. Also nochmal, ab hier:
SPOILER!!
Die Story (hust) sieht so aus - ein Wissenschaftler, der an den US-Atombombenversuchen nach dem 2. Weltkrieg mitarbeitet, stürzt nach der Zündung einer Bombe mit einem Militärflugzeug ab. Da darf man sich fragen, wieso ein Wissenschaftler als Copilot in einem Militärjet mitfliegt, nur um sich die Explosion möglichst nahe anzusehen, obwohl doch alles mit unzähligen Meßinstrumenten genau aufgezeichnet wird und der kleine Kampfjet offensichtlich keine davon an Bord hat. Egal, nach ein paar Tagen taucht er wieder auf mit einer Narbe auf der Brust und Gedächtnisverlust, hat Halluzinationen und verhält sich auch sonst merkwürdig. Als er geheime Daten aus der Militärbasis klaut, wird er erwischt und man spritzt ihm ein Wahrheitsserum.
Daraufhin erinnert er sich an das, was er während seiner Abwesenheit erlebt hat - er wacht in einer Höhle voller glubschäugigen Aliens auf, die den eigentlich toten Wissenschaftler reanimiert haben, weil er ihnen die Forschungsergebnisse besorgen soll. Natürlich hat er nach dem Absturz keine sichtbaren Verletzungen außer der Narbe von der Herzoperation durch die Aliens. Diese wollen die Erde erobern, weil ihre eigene Sonne erlöscht, und haben zu diesem Zweck riesige Insekten und Reptilien gezüchtet, die alles Leben auf der Erde vernichten sollen. Ob das so clever ist, wenn danach "mehr als eine Milliarde" der bösen Aliens hier leben wollen, sei dahingestellt. Jedenfalls hat das Wahrheitsserum gleich praktischerweise die Gehirnwäsche der Aliens aufgehoben, und er erkennt, wie man die Kommunisten.... Entschuldigung, Außerirdischen besiegen kann. Man muß nuir für ein paar Sekunden den Strom im nahegelegenen E-Werk abstellen, weil die Aliens diesen Strom brauchen, um die gesammelte Energie aus den Atombombentests zu speichern und wenn man diesen Stromfluß unterbricht, wird diese gespeicherte Kernenergie frei. Oder so ähnlich. Da muß man wohl ein Genie wie der Herr Doktor sein (der übrigens auch jeden Gegner mit 1-2 Hieben KO schlagen kann), um das zu kapieren.
Also geht es ins Kraftwerk, wo die Sicherheitsvorkehrungen ähnlich lasch sind wie in dem Militärspital, aus dem er in Pyjama und Bademantel flüchten kann. Da ihm niemand glaubt, muß er selber den Strom abschalten, und nach wenigen Sekunden fliegt die Alienbasis in die Luft, was durch das Fenster des Kraftwerkes so aussieht, als ob eine Atombombe in höchstens ein Paar Kilometern Entfernung detoniert. Welt gerettet. Wenn man halt davon ausgeht, daß die Aliens (wir erinnern uns, über eine Milliarde) sofort aufgeben und nicht einfach noch ein paar Glubschaugen schicken, bevor ihr eigener Planet ganz den Bach runtergeht...
Das klingt eigentlich nach einer richtig tollen Trashgranate, nur leider zieht sich der Film bis zum Auftauchen der Außerirdischen sehr in die Länge, und mit den Aufnahmen der Riesenviecher wollte man den Film wohl nochmal kostengünstig strecken - man sieht minutenlang, wie unser Held durch die Höhle stolpert und immer wieder diverse Tiere eingeblendet werden - damit wird sogar diese lustige Szene langweilig. Überhaupt ist der Film trotz nur ca. 70 Minuten Dauer viel zu lang. Was ihn dann aber wieder sehenswert macht, sind das herrlich bescheuerte Alien-Makeup (Tischtennisbälle als Augen und riesige Augenbrauen) und die unglaubliche Alientechnologie, die der Chefwissenschaftler ausschließlich mit einem riesigen Pult voller Kippschalter bedient. Auch, daß anscheinend niemand die radioaktive Strahlung für gefährlich hält, paßt gut zu diesem naiven Nachkriegsfilmchen. Der Film hat dem Freund des schlechten Geschmacks also durchaus einiges zu bieten, aber auch der wird sich ein Gähnen nicht verkneifen können.
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