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2012 (2009)

Eine Kritik von Dreee (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 15.11.2009, seitdem 182 Mal gelesen


2012 war für mich ein zweischneidiges Schwert.
Bis ich im Kino die schwarze Leinwand mit dem Schriftzug "Pause" gesehen habe war ich restlos begeistert von dem Film und hätte ihm eine 10 von 10 verpasst weil ich bestens unterhalten wurde und die Zerstörungsorgien meine Erwartungen übertroffen haben. Ich bin mit minutenlanger Gänsehaut in meinen Kinokessel gepresst gesessen als ich wohl die gigantischsten Erdbeben/Vulkanausbrüche/Flutwellen gesehen habe die bis dato auf die Leinwand gebannt wurden.
Ähnliches Staun-Gefühl hatte ich nur als ich zum ersten mal gesehen habe wie die Aliens in "ID4" Washington D.C. zerlegt haben und der Untergang der Titanic. 2012 legt da locker noch ein paar Schippen drauf.
Das unser guter John Cusack hier zum Fahrer des Jahrhunderts mutiert (da wär sogar K.I.T.T. aus Knight Rider neidisch!!) und jeden Erdriss, jedes Hinderniss gekonnt mit seinem Auto umfährt konnte ich auch noch verzeihen da man dadaurch all diese Zerstörungen und einstürze hautnah miterleben konnte.

Doch dann kommt die zweite Hälfte... mit der Rettung der Menschheit. Und der ganz große Kitsch beginnt. Ab da verlor der Film sehr viel von seinem Unterhaltungswert. Katastrophen wurden nur noch kurz angedeutet ohne ihre Auswirkungen zu sehen :( Gerade bei dieser Art von Film hätte man sich da ruhig auch noch austoben dürfen, was die erste Hälfte ja so prima gemacht hat.

Hervorzuheben wäre noch der selbstsüchtige Russe der wohl die krasseste Reibeisenstimme hatte die ich je gehört habe, große Leistung des Synchronsprechers :D und wenn dieser dann auch noch andere Personen in noch tieferer Stimme immitiert, kann man nur noch lachen.
Woody Harrelson durfte den durchgeknallten Fanatiker spielen.
Gefiel mir ganz gut, das kann er ja der Woody. Von allen als verrückt abgestempelt versucht er in seiner eigenen Radiosendung die Wahrheit zu verbreiten.

2012 ist als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet.
Fehlte nur noch das im Abspann das Lied "Oh Happy Day" gespielt wurde. Dann wär ich restlos bedient gewesen.

Fazit: An alle die auf Action stehen, bei der Pause kann man getrost den Saal verlassen. Der Rest ist schnulz in Reinkultur und nur ganz wenig mitreißend.


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