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2012 (2009)

Eine Kritik von Classic Videomaster (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 01.12.2009, seitdem 488 Mal gelesen


Der schwäbische Spielberg ist zurück!


Und wieder lässt Herr Emmerich die Erde zittern; diesmal im wahrsten Sinne des Wortes.Zuvor liess er in seinem Endzeitschocker "The Day after Tomorrow" die Welt apokalyptisch zugrunde gehen.
Hier legt der Deutschlandexport noch eine Schippe drauf und bombadiert den Kinozuschauer regelrecht mit knalligen CGI - FX.
Teils schockierende, manchmal augenzwinkernde Untergangsszenarien mit sehr patriotischen, für amerikanische Verhältnisse akzeptable Aufopferungsmomenten.
Nach dem alten Majakalender soll die Erde in ihre Einzelteile zerlegt werden; mit all ihren Bewohnern und Monumenten.Die Regierungen der vereinten Nationen liessen für diesen Extremfall eigens riesige Arche Noahähnliche Stahlkolosse errichten, um das Überleben zahlungskräftiger Menschen zu sichern.Doch auch eine Handvoll ottonormalverbraucher lässt sich den Wunsch des Weiterlebens nicht nehmen und fliegt per Flugzeug quer durch eine Katastrophe zur nächsten, um den Ziel näher zu kommen.
Hier wird Panikkino gross geschrieben: Mit Verschwörungsparabeln und Massenhysterien gelingt es Emmerich zum Teil den Zuschauern Angst in den Kinosessel zu blitzen und für drastische Zerstörungsorgien zu sorgen, nein diese sogar zu zelebrieren und inmitten dieser fulminalen Ereignisketten der Natur seine stillen Helden zu agieren, überleben und kämpfen und ganz nebenher noch die Beziehungs- und Familienprobleme der Hauptfiguren zu klären.

Gespart wird nicht mit Spezialeffekten aus dem Computer, auch die Besetzung dieses doch durchaus sehenswerten Popcornstreifens lässt sich sehen: neben John Cusack und Oliver Platt zeigt sich Woody Harrelson als Greenpeacemässiger Verschwörungstheoretiker in einer eher kleineren Rolle.

Unglaubwürdig erscheint dann doch die tapfere Aufopferung eines US- Präsidenten, gespielt von Danny Glover; welcher der erste wäre, der das weite suchen würde, um in Sicherheit zu sein.Immerhin bemühte sich der Regisseur um etwas politische Authenzität.Da hätten wir einen Vergleichsweisen schwarzen Präsidenten und auch ein kalifornischer Gouverneur in Person von einem Schwarzenegger wird erwähnt.

Um es knapp zu sagen, über 2 1/2 Stunden sind für das Sitzfleisch eine Ewigkeit und hätten kürzer verpackt werden können.Für einen Oscar wird es sicherlich nicht ganz reichen, aber für das Effektegewitterverwöhnte Publikum wird es eine Befriedigung sein, die Welt auf der Leinwand genüsslich zugrunde gehen sehen zu können.Gelungener Blockbuster vom Schwaben-Spielberg!


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