Ansicht eines Reviews

2012 (2009)

Eine Kritik von KillBill-75 (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 04.01.2010, seitdem 267 Mal gelesen


Nach "Independence Day" und "The Day After Tomorrow" beschert uns Roland Emmerich, unser Mann in Hollywood für bombastische Materialschlachten und Weltuntergangsszenarien, sein neuestes Mammutprojekt "2012".

Nach den genretypischen Dialogphrasen und der Einführung der wichtigsten Charaktere, entfaltet Emmerich nach und nach die geballte Macht heutiger Tricktechnik und überzeugt mit einem bunten, lauten Spektakel, dass zwischen Spannung, Dramatik und unfreiwilliger Komik hin und her pendelt.

Vor allem die übertriebenen Actionszenen sind es, die beim Zuschauer nicht nur Erstaunen, sondern auch Lachattacken erzeugen und jeglicher Logik und physikalischen Gesetzen widersprechen.

Die Special Effects und digitalen Computeranimationen können sich angesichts des riesigen Budgets durchaus sehen lassen. Der ein oder andere Trick hätte noch etwas besser ausfallen können - vor allem von der Szene, in der ein Ozeanriese durch einen Tsunami zum Kentern gebracht wird, hatte ich mir mehr versprochen.

Emmerich, der auch als Co-Autor fungierte, ist ein phantasievoller Geschichtenerzähler, der genau weiss, was er seinem Publikum schuldet und so inszenierte er mit leichter Hand und einer tollen Besetzung naives, teilweise kitschiges Popcorn-Entertainment, bei dem so mancher Handlungsstrang vorhersehbar wirkt und die Klischees überwiegen, aber die Mischung aus sentimentalem Familiendrama, Verschwörungsthriller und Katastrophenfilm durchaus überzeugend ist.

Angesichts der Thematik des Films, in dem Emmerich bei einer Laufzeit von fast 150 Minuten zum Zwecke der Unterhaltung die halbe Menschheit entweder in einem Flammenmeer oder in riesgen Flutwellen umkommen lässt, wäre allerdings etwas weniger Klamauk wünschenswert gewesen.

Davon abgesehen sind vor allem die Szenen mit Woody Harrelson als durchgeknallten Verschwörungsfanatiker schon das Eintrittsgeld wert und auch die restlichen Darsteller spielen hervorragend, wobei vor allem Oliver Platt die Rolle des aalglatten und skrupellosen Arschlochs auf den fülligen Leib geschneidert ist.

Nach anfänglichen Längen entwickelt sich "2012" zu einem rasanten Action-Movie, dessen Ziel es ist den Zuschauer bestens zu unterhalten, auch wenn gegen Ende des Films der moralische Zeigefinger erhoben und indirekt Kritik gegen politische Machenschaften ausgesprochen wird.

"2012" bietet viel Altbewährtes was wir bereits aus "The Day After Tomorrow" kennen - nur auf globaler Ebene. Und da auch diese Zerstörungsorgie auf Emmerichs Konto geht und ein verdammt geiler Film war, muss sich "2012" dahinter nicht verstecken!

8 von 10 Punkte!


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "KillBill-75" lesen? Oder ein anderes Review zu "2012 (2009)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von KillBill-75

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

686 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


World Invasion: Battle Los Angeles (2011)
Paranormal Investigations 3 (2009)
Weiße Hai, Der (1975)
Hellraiser III - Hell on Earth (1992)
Gesetz der Rache (2009)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich