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Resident Evil (2002)

Eine Kritik von Megatron (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 16.08.2007, seitdem 284 Mal gelesen


Wieder einer dieser Filme an dem sich ewig die Geister scheiden werden...
Resident Evil ist sicherlich kein Meilenstein der (Zombie-)Filmgeschichte, aber trotzdem ein feiner Grusel-Schocker mit gutem Unterhaltungswert und meiner Meinung nach eine gelungene Umsetzung bzw. Neuinterpretation des gleichnamigen Computerspiels.

Zum Ärgernis der eingefleischten "Resident Evil"-(Spiel)Fans pickt sich Paul W. S. Anderson nur ein paar wenige Elemente des Spiels heraus und bastelt daraus eine zwar einfache, aber nichts desto trotz vernünftige und auch relativ spannende Story, die durchaus einige Überraschungen parat hält.

Zombie-, Gore- und Splatter-Fans, die einen Film in der Qualität eines "Dawn of the Dead"-Remakes erwartet haben, werden wohl mit RE eher enttäuscht werden. Gewaltszenen, Blut und Horror halten sich deutlich in den Grenzen dessen, was dem Mainstreampublikum noch zuzumuten ist, ohne
einen Boxoffice-Flop zu riskieren. Was nicht heisst, dass der Film deshalb unblutig und langweilig wäre. Die Atmosphäre innerhalb des Hives ist düster und bedrohlich, die Gefahr spürbar und hier und dort baut Resident Evil mächtig Fahrt auf.

Die Charaktere, allen voran sexy Milla als Alice, wirken natürlich grenzenlos überzogen und stillisiert und reihen sich in ihrer Glaubwürdigkeit nahtlos in die Gruppe der Mortal Kombat und Tomb Raider Charaktere ein. Aber um Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit geht es in Resident Evil ja nun bekanntermaßen sowieso weder im Spiel noch im Film. Lässt man sich auf diese Figurenzeichnung, die Stereotypen und Klischees ein, hat man jede Menge Spass an der Zombiehatz und an Michelle Rodriguez und ihren 80er Jahre Onelinern. Die Schauspieler machen ihre Sache durch die Bank gut und keiner wirkt irgendwie deplaziert oder fehlgecastet. Nur der Gastauftritt von Heike Makatasch dürfte, zumindest für das dt. Publikum, gewöhnungsbedürftig sein.

Das Repertoire der musikalischen Untermalung reicht von Stimmungsvoll/Düster bis Brachial/Orgiastisch und passt sich dem Drive des Films, sowie der jeweiligen Stimmung sehr gut an. Kein Meisterwerk, dass einem als Ohrwurm in Erinnerung bleiben wird, doch auch kein Totalausfall.

Alles in allem ein solider und sauber inszenierter Horror/Sci-Fi-Thriller, der zwar hier und da einige verzeihbare kleine logische Fehler hat, manchmal etwas zu vorhersehbar ist aber die Spielidee zu einer interessanten neuen Geschichte verarbeitet und einen brauchbaren Unterhaltungswert bietet. Mir hat er jedenfalls Spass gemacht...


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