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Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster (2002)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 02.08.2007, seitdem 244 Mal gelesen


Der Monsterhorror fand in den letzten Zeiten kaum noch Anklang beim Publikum, zugegeben, es fehlte auch einfach an guten Filmen. Bei " Arac Attack " kann man bedenkenlos zugreifen, doch das Wörtchen Horror könnte man eher durch Parodie ersetzen. Wer sich gruseln will, ist hier absolut falsch. Aber Regisseur Ellory Elkayem, welcher gleichzeitig auch das Drehbuch schrieb, hat mit seinem Team alles gut in Griff und Warner Bros verhalf zur überaus erfolgreichen Kinoauswertung.

Durch einen Fahrfehler wird ein Fässchen mit Giftmüll in einen Teich geschleudert. Direkt daneben befindet sich die Spinnenfarm von Joshua (Tom Noonan). Auch der kleine Mike Parker (Scott Terra) ist ganz begeistert von den achtbeinigen Monstern.
Zur gleichen Zeit kehrt Chris McCormick (David Arquette) zurück, um die Miene seines verstorbenen Vaters zu übernehmen. Dort soll sich angeblich eine Goldader befinden, zu welcher sein Vater schon durchgestoßen sein soll. Außerdem will er sich mit seiner Jugendliebe Sheriff Samantha Parker (Kari Wuhrer) wieder versöhnen. Leider machen ihm die Spinnen einen Strich durch die Rechnung. Durch die Unachtsamkeit von Joshua können die Biester entkommen und wachsen durch den Giftmüll immer mehr. Bald attackieren und töten sie die Menschen, die ganze Kleinstadt wird plötzlich von einer Spinneninvasion heimgesucht.

Drive hat " Arac Attack " auf jeden Fall. Der Zuschauer kann keine Durststrecke ausfindig machen, doch dafür wird jedes Klischee ausführlich abgearbeitet. Natürlich ist wieder der Giftmüll schuld, dazu die schlechte Ladungssicherung des LKW Fahrers. Ideenreich ist dieser Film nur im Bezug auf die Actionszenen, aber in Punkto Story fährt man eine Nullrunde. Durch den vielen Humor gibt es keinerlei spannende Momente. Schocks oder Goreszenen bleiben dank der FSK 12 Freigabe ganz aus. Der Bodycount ist zwar recht hoch, doch meistens werden die Opfer immer nur sehr hektisch aus dem Bild gezerrt, oder die Spinnen sitzen direkt auf ihren Opfern, so dass man überhaupt nichts erkennen kann. Ich denke für Menschen mit einer richtigen Arachnophobie reicht auch diese Parodie noch zum Angsteinflößen aus, für den Rest eher nicht.

Die Spinnen selbst sind toll animiert und man überzeugt durch die große Artenvielfalt. Von der fetten Tarantel, über Falltürspinnen bis zu Springern ist alles vorhanden. Dabei hat man durch die gekonnte Mischung aus Puppen und CGI wirklich tolle Animationen zustande gebracht. Fast zu keiner Zeit sieht man den Krabblern die Unechtheit an. Ab und zu scheint den Effektemachern aber der Farbeimer ausgerutscht zu sein, denn ich habe noch nie so bunte Spinnen gesehen. Doch das empfinde ich nicht als störend, dafür aber die Quietschgeräusche, welche die Spinnen als von sich geben. Die sind nicht nur nervig, sondern auch in Massen vorhanden. Dieses Gimmick hätte man ganz weglassen können.

Die spannungsfreie Action überzeugt durch viele Verfolgungsjagden, ganz besonders gefällt die Attacke der Springspinnen auf die Motocrossfahrer. Daneben gibt es noch viele Shootouts, wobei die Spinnen immer richtig schön zerplatzen und der grüne Saft ordentlich sudeln darf. Aber auch die Menschen sterben wie die Fliegen, doch man bewaffnet sich mit allem was man finden kann, wie eine Armbrust, Kettensäge (plus Jason Maske). Non Stop wird hier geballert, gejagt, oder getötet, über den Unterhaltungswert braucht man sich nicht zu sorgen und auch der viele Humor untermalt die Horrorparodie prächtig. Nur ab und an wird es etwas zu kindisch, zum Beispiel wenn die Spinne den Elchkopf anspringt. Aber der Großteil spricht auch den erwachsenen Zuschauer an.

Die sympatischen Darsteller werten das Ganze auch noch ungeheuer auf. Für David Arquette ist diese Rolle wie auf den Leib geschneidert, hier hätte man keinen Anderen nehmen können. Kari Wuhrer gibt wortwörtlich den schärfsten Sheriff ab und auch die junge, hier noch ziemlich unbekannte Scarlett Johansson ist mit von der Partie.

Eine Parodie auf den guten, alten Monsterhorror, mit richtig Pepp und guten Darstellern. Hoher Spassfaktor, mehr nicht.


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