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Cowboy Bebop [TV-Serie] (1998)

Eine Kritik von Darkwater (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 22.09.2005, seitdem 472 Mal gelesen


Wie kann eine Kritik allein dieser großartigen Anime-Serie gerecht werden? Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Aber genug gezickt…

Wie heißt es so schön in den Zwischenscreens im TV?

'The anime, that is a genre by its own.'

Das Szenario spielt in der Zukunft, wenn Menschen bereits das Weltall erobern und unser Sonnensystem bereits weitgehend mit Menschen gefüllt ist. Dabei entsteht hier ein Stilmix aus Komödie mit trockenem englischem Humor, aus starken SF- und einigen Westerneinflüssen und einem kräftigem Schuss Noir.

Wir befinden uns Ende des 21. Jahrhunderts. Die Planeten unseres Sonnensystems sind erschlossen und per Gateway (einer Art interstellaren Autobahn) miteinander verbunden. Die Menschheit hat sich auf das ganze Sonnensystem ausgebreitet, nur auf der Erde ist nicht mehr alles so astrein, aber seht selber.

Da das Gesetz in dieser Zeit sehr schwer zu kontrollieren ist, greifen die Verwaltungen und Regierungen immer öfter auf „Freelancer“ zurück: Kopfgeldjäger, die auftragsweise Fälle übernehmen und verurteilte oder flüchtige Verbrecher wieder einfangen und der Justiz übergeben.

Darsteller:
- Jet: Ehemaliger Polizist – gutherzig, raubeinig und clever
- Spike: Ex-Mafiosi und Virtuose in Sachen Pistole und Nahkampf
- Faye: Ex-Luder; immer scheinheilig, egoistisch und absolut vergötterungswürdig
- Ed: Weiblicher Hacker; total durchgeknallt und weltfremd
- Eini: Der mit genetisch aufgebohrter Intelligenz versehene Hund

Die Serie ist State-of-the-Art was die grafische Umsetzung angeht. Aber ab und zu hätten ein paar zusätzliche Animationen nicht geschadet. Trotzdem ist alles sehr schön gezeichnet und vermittelt den Eindruck, jederzeit Teil der Geschichte zu sein.

Der Soundtrack ist umwerfend und in Japan mit zahlreichen Preisen versehen. Ein unglaublicher Mix aus Jazz, Mississippi-Delta-Blues, ein wenig Fusion und leichten Rockeinflüssen.

Die Story verdichtet sich mit jeder Folge weiter, was auch daran liegt, dass fast jede Episode einen ‚Hauptdarsteller’ hat, also eine Figur, aufgrund deren Handlungen oder deren Vergangenheit die Geschichte sich nun weiter entwickelt. Während man am Anfang noch so ziemlich nichts über die Hauptpersonen weiss, werden in den Folgen danach immer mehr die Hintergründe und die Vergangenheit der Akteure beleuchtet. Wir haben Liebe, Action, Spannung, Humor, intelligente Stories die sich vom Konzept her nie wiederholen, ein paar Noir- und Dramaeinflüsse, abgerundet von einem der besten Animesoundtracks überhaupt.

Wer mit der Serie nichts anfangen kann, soll doch mit seinen Disneyfilmen versauern…!!!

Meine Wertung: 10 von 10 Punkten. Viel besser kann man Anime nicht mehr machen. Seht ihn Euch an, oder Ihr seid echt selber schuld!


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