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Darkness (2002)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 04.12.2011, seitdem 100 Mal gelesen


Wenn das Böse beschwört wird...27.11.2011

Dergleichen kennt man ja. Unzufriedene Menschen suchen ihr Heil in der Anbetung des Teufels, und sodann wird dieser auf die Erde heraufbeschworen, um die herrschende Weltordnung mal so richtig umzukrempeln. Sogar Schwarzenegger ist in dergleichen involviert worden, in seinem End of Days war der Teufel ein smarter Typ, doch am Ende siegt in diesem Genre immer das Gute...wenn der Film in den USA gedreht wird. Klar, die gottesfürchtigen Amerikaner können es nicht ertragen, wenn mal nicht alles bestens ausgeht. Für den Zuseher ist das nicht immer ein Geschenk, denn er freut sich, vor allem als Vielseher, über das Überraschungsmoment.

Hier ist ein solches am Ende in der Tat gegeben, wenngleich der Weg dorthin relativ eng den Konventionen des Genres folgt. Eine vierköpfige Familie zieht in ein altes Haus in Spanien, der Heimat des Vaters. Das Haus aber birgt ein Geheimnis, welches mit Opferungen und der Beschwörung ewiger Dunkelheit zu tun hat. Darin involviert auch der einst planende Architekt, andere Familienmitglieder, dunkle Vergangenheit, tote Kinder...nachdem nur die Tochter in der Lage ist, das finstere Treiben zu durchschauen, ist es auch an ihr, dafür zu sorgen, daß sie und ihr Bruder der anscheinend für alle anderen unsichtbaren Bedrohung entkommen können...scheinbar...

Man wird angenehm von Schauder durchfahren, denn die Regie verzichtet auf die üblichen Buh-Momente, die man kennt...es gibt keine Katz aus dem Schrank, auch der Mann hinter der Tür fehlt. Gut so, denn so kann man sich besser auf die gruselige Geschichte konzentrieren, die eigentlich ganz harmlos anfängt, dann aber die Spannungsschraube ordentlich anzieht. Natürlich darf man nicht nach logischen Erklärungen suchen, denn dabei wird man nicht fündig werden...das wäre im phantastischen Film auch recht ungewöhnlich. Störend für mich die an sich gut spielende, aber irgendwie nervende Tochter als Hauptfigur, das mag ein anderer nicht so empfinden, mir hat das leider nicht gefallen. Es dauert hie und da auch recht lang, bis etwas geschieht, aber das düstere Ende entschädigt für vieles. Insgesamt ein ordentlicher Gruselfilm mit Verzicht auf unnötige Gewalt - 7/10.


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