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Paranormal Investigations 3 (2009)
Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 13.02.2012, seitdem 136 Mal gelesen
Paranormal Abklatsch bekommt man aus dem Hause „Asylum“ ja regelmäßig geliefert, doch ein drittes Pendant zum bekannten Vorbild „Paranormal Activity“ zu liefern, noch bevor dieses in der Originalreihe erscheint, ist schon recht tollkühn.
Innovationen sucht man demnach natürlich vergebens, aber immerhin hat Shane Van Dyke aus einem Minimum an Ausstattung ein paar brauchbare Gruseleffekte hervorbringen können.
Im Mittelpunkt des übersinnlichen Treibens steht die Familie Finley: Sohn Thomas (Van Dyke) hat überall in der Wohnung Überwachungskameras aufgebaut, um festzustellen, wer oder was seiner Mutter, Schwester Sam und ihm Angst einzujagen versucht.
Ob der Spuk etwas mit seinem vor einem Jahr verstorbenen Vater zu tun hat…?
So genanntes Found Footage hat manchmal gehörige Nachteile, denn insbesondere in diesem Fall wird der Ausgang der Handlung innerhalb von fünf Minuten komplett vorweggenommen und man weiß sofort, wer stirbt und wer überlebt, was natürlich Potential zum Mitfiebern raubt.
Die kleinen nervösen Zankereien innerhalb dieser auf drei Personen beschränkten Konstellation bringt mangelnde Charakterzeichnungen mit sich, so dass wir es mit austauschbaren Schablonenfiguren zu tun haben. Thomas ist zunächst skeptisch, geht jedoch immerhin mutig zu Werke als der Spuk mitten im Gange ist, Sam ist dagegen eher der lethargische Opfertyp, während von Mom nicht viel mehr als Besorgnis und leichte Panik kommt.
Leider ist das Ambiente nicht sonderlich einladend, die Wohnung wirkt ein wenig spartanisch eingerichtet und die sich ständig wiederholenden Perspektiven und Einstellungen der mitgeführten Handkamera bewirken im Verlauf eine gewisse Eintönigkeit.
Auch die regelmäßig eingestreuten Effekte kommen kaum originell daher, - da fliegt ein Kreuz von der Wand, Gläser fallen wie durch Geisterhand aus der Vitrine, nachts sind Schritte zu hören und Schriftzeichen erscheinen auf dem Tisch.
Erst im letzten Drittel punkten einige Geistereinschübe, als diese gleichermaßen etwas grantiger ausfallen und final auch etwas Gewalt im Spiel ist.
Den dreieinhalb Darstellern ist derweil kaum etwas anzukreiden, auch wenn einige Monologe etwas konstruiert wirken und die Alltäglichkeit des Beisammensein in prekärer Situation ein wenig gekünstelt wirkt. Handwerklich ist ebenfalls nicht allzu viel auszusetzen, da wir ja davon ausgehen sollen, dass einerseits die Überwachungskameras entsprechendes Material liefern, während die von Thomas geführte Handkamera zuweilen etwas sehr zufällig irgendwo herumliegt, denn kaum jemand würde das Gerät eingeschaltet lassen, wenn er am PC herumdoktert und das Sichtfeld wie durch Zufall auf die Zimmertür gerichtet ist, durch die prompt jemand eintritt.
Ansonsten liefert der äußerst preiswert produzierte Streifen keinerlei Offenbarungen. Die üblichen Spukmomente gehen mit der nachvollziehbaren Unruhe der Protagonisten einher, zum Showdown werden ein, zwei schon fast obligatorische Brachialmomente eingestreut, doch bei alledem ist ein Mitfiebern zu selten geboten, da der Ausgang bereits mit der Exposition vorweg genommen wird.
Für beinharte Fans des Handkamera-Grusels gewiss okay, doch wer die Reihe mittlerweile kennt und ein wenig Abwechslung sucht, dürfte bei diesem Streifen kaum fündig werden.
4 von 10
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